Titelaufnahme

Titel
„Primär- und Sekundärprävention von Haltungsschäden erworben durch Bewegungsmangel und vermehrtes Sitzen in der Schule“ : Hintergrund + Projektplanung
Weitere Titel
"Primary and secondary prevention of bad posture developed by a lack of body movement and increased sitting time at school" Projectbackground
VerfasserBirsak, Karoline
GutachterEder, Angelika
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das tägliche Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen ändert sich merklich in den letzten Jahrzehnten. Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger. Währenddessen steigt die „sitzende“ Zeit, sowohl in der Schule, aber leider auch in der Freizeit an. Laut einer Studie geben österreichische Schüler und Schülerinnen an, täglich durchschnittlich 5,4 Stunden in der Schule zu sitzen und an freien Tagen sogar 7,5 Stunden ihrer Freizeit sitzend zu verbringen.

Dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder wird durch erzwungene Sitzzeit in der Schule und für Hausübungen und Lernen entgegengewirkt, was ein wichtiger Grund für die Entstehung von Haltungsstörungen sein kann.

Durch die zu lange und fehlerhafte Sitzzeit leidet bereits jedes zweite Schulkind in Wien an einer auffälligen Veränderung der Wirbelsäule.

Laut österreichischen Studien erfüllen vier Fünftel der 11- bis 15-Jährigen die Bewegungsempfehlung zur Förderung der Gesundheit, täglich 60 Minuten körperlich aktiv zu sein, nicht.

Die Organisation „Global Strategy on Diet, Physical Activity and Health” empfiehlt den Kosten, die durch die Folgen des Bewegungsmangels im Erwachsenenalter entstehen mit Programmen, wie öffentliche Information und Bewegungsprogramme in Schulen, frühzeitig entgegenzuwirken.

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Planung und Durchführung eines Projekts an einem Gymnasium mit dem Ziel, Lehrende über Fehlhaltungen und Haltungsschäden zu informieren und gemeinsam ein Bewegungsprogramm für Schüler und Schülerinnen an Schulen zu entwickeln.

„Orthopädie“ stammt aus dem Griechischen und wird das erste Mal von Nikolas Andry Mitte des 15. Jahrhunderts benutzt. Es bedeutet „das gerade Kind“. Man erkennt, dass die Haltung der Kinder schon damals ein wichtiger Punkt der Gesundheitserziehung war und bis heute geblieben ist.

Ein wichtiger Teil der Physiotherapie ist die Prävention. Die Kinderrückenschule ist eine „erlebnisorientierte Primärpräventionsmaßnahme“ zur Förderung von Haltung, Bewegung und Entwicklung, die dem Kind mit Spaß und Freude beigebracht werden soll. Ein weiteres Ziel der Kinderrückenschule ist die Informationsweitergabe an PädagogInnen und Eltern.