Titelaufnahme

Titel
Physiotherapeutische Prävention und Gesundheitsförderung im höheren Alter im Zusammenhang mit der klassischen Pilatesmethode - Theoretische Grundlagen
Weitere Titel
Physiotherapy in prevention and promotion of health at an older age in the context of the pilates method - theoretical principles
VerfasserDonner, Patricia Katharina
Betreuer / BetreuerinJelem-Zdrazil, Elisabeth
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemaufriss:

In den letzten Jahren hat das Thema Gesundheit und Krankheit im Alter international immer mehr an gesellschaftlicher Bedeutung erlangt. Anlass dafür sind Veränderungen, in Bezug auf das Wissen von bereits vorhandenen und zu erwartenden gesundheitlichen Risiken und Beeinträchtigungen, sowie der beschleunigte demografische Wandel. Denn in den letzten Jahrzehnten ist die Lebenserwartung der Menschen kontinuierlich gestiegen und beträgt in Österreich bereits 80,7 Jahre. Lange zu leben wird folglich immer öfter zur individuellen und gesellschaftlichen Realität.

Mit der Zunahme des Alters steigt ebenfalls das Risiko komplexer und mehrdimensionaler physischer und psychischer Gesundheitseinbußen und Multimorbidität. Dadurch verringert sich einerseits die Lebensqualität der Betroffenen und andererseits steigen die Kosten für das Gesundheitssystem an. Daher ist Gesundheit ein Leben lang, sowohl für jede Person, als auch für die Gesellschaft wichtig.

Eine gesundheitsfördernde Möglichkeit im höheren Alter bietet eventuell das klassische Pilateskonzept von Joseph Pilates, dem Begründer dieser Trainingsmethode, welches sich auf physische, psychische und geistige Gesundheit sowie Wohlbefinden fokussiert, ein Ganzkörpertraining ist und sich unter anderem sehr mit der Atmung, Körperwahrnehmung und Körperhaltung befasst.

Physiotherapeutische Relevanz:

In fast jedem Fachbereich der Physiotherapie hat man die Möglichkeit mit älteren Personen zu arbeiten und in den kommenden Jahren werden es voraussichtlich immer mehr Patienten und Klienten sein, wie bereits im Problemaufriss beschrieben.

Deshalb ist es die Aufgabe der Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen, sich in der Prävention und Gesundheitsförderung mit gesunden Personen im höheren Alter auseinanderzusetzen, um vorhandene Zustände zu verbessern und zu erhalten, im Sinne der Primär- und Sekundärprävention, damit diese ihre Selbstständigkeit und Gesundheit möglichst lange aufrechterhalten und eventuell positiv verändern können.

Dabei müssen Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen viele Faktoren, wie die körperliche und mentale Gesundheit, aber auch die soziale Integration miteinbeziehen, sowie sich mit den psychologischen und körperlichen Veränderungen auskennen, um angemessene Ziele und Maßnahmen festlegen zu können.

Das klassische Pilateskonzept bietet für Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen möglicherweise eine ergänzende Maßnahme in den Fachbereichen Prävention und Gesundheitsförderung, da es sich um ein umfassendes Ganzkörpertraining handelt, dessen Ziel es ist, die Eigenverantwortung des Einzelnen zu wecken, Bewusstsein für Bewegung und den eigenen Körper zu schaffen sowie die eigene Leistungsfähigkeit effizient zu fördern.

Die zentrale Fragestellung lautet:

Inwiefern können Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen Aspekte der klassischen Pilatesmethode zur physiotherapeutischen Prävention und Gesundheitsförderung bei gesunden Personen ab 60 Jahren nutzen?

Hintergrund/Ziel der Arbeit:

Diese Bachelorarbeit 1 befasst sich mit einer Analyse und Abgrenzung der zentralen Begriffe Prävention, Gesundheit und Gesundheitsförderung allgemein und im Bezug auf das höhere Alter. Der Fokus liegt auf Personen ab dem sogenannten dritten Lebensalter. Dieses findet ab 60 Jahren statt.

Hinsichtlich der Begriffserklärungen und Definitionen wird Prävention in der Literatur in die Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention, sowie in die Verhaltens- und Verhältnisprävention unterteilt und in der Arbeit präzise erklärt.

Gesundheit wird mittels physiotherapeutisch relevanter Gesundheitsmodelle näher beschrieben, welche das biomedizinische, biopsychosoziale, salutogenetische sowie das soziologische Modell sind.

Gesundheitsförderung wird auf Basis der Ottawa-Charta von 1986, welche bis heutzutage aktuell ist, veranschaulicht.

Weiteres werden die Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung in Hinsicht auf Physiotherapie allgemein erläutert und die klassische Pilatesmethode, ihr Hintergrund, geschichtliche Entwicklung und Philosophie sowie ihre traditionellen Grundprinzipien, traditionellen Trainingsmethoden und allgemeinen Ziele vorgestellt.

Methodik:

Es handelt sich bei der vorliegenden Arbeit um eine nicht-empirische, hermeneutische Forschungsarbeit mit reiner Literaturrecherche. Dazu wurde relevante Fachliteratur über die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien sowie über die Bibliothek der Fachhochschule Campus Wien bezogen. Außerdem wurde für die weitere Beantwortung der zentralen Fragestellung, online auf den Datenbanken „Pubmed“, „Pedro“ und „Science Direct“ nach aktuellen qualitativen Studien und Fachartikel recherchiert.

Schlüsselbegriffe: Prävention, Gesundheit, Gesundheitsförderung, drittes Lebensalter, Klassische Pilatesmethode