Titelaufnahme

Titel
Dehnen im Taekwondo - Anspruch vs. Risiko
Weitere Titel
Stretching in Taekwondo - demand vs. risk
VerfasserEgger, Bernadette
Betreuer / BetreuerinEder, Gerhard
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das zentrale Element des Taekwondo, die Beintechniken, erfordern eine hohe Beweglichkeit und somit gute Dehnung der unteren Extremität. Dadurch besteht jedes Training u.a. aus Dehnübungen, welche die genannten Aspekte verbessern sollen. Dies erfordert mitunter Extrempositionen, was die Frage aufwirft, inwiefern die Dehnpositionen nicht nur die Muskulatur, sondern auch das Nervensystem betreffen und (womöglich negativ) beeinflussen, v.a., wenn falsch gedehnt wird.

Diese Problematik führt nun zu folgender Fragestellung: „Auf welche Weise müssen statische Dehnübungen im Taekwondo konzipiert werden, um keine Schädigung der Nn. ischiadicus, tibialis und fibularis hervorzurufen und trotzdem die sportartspezifischen Anforderungen zu erfüllen?“.

Wie oben bereits angesprochen, stellt sich bzgl. der Extrempositionen beim Dehnen im Taekwondo die Frage, wie sehr das periphere Nervensystem durch diese unter Stress gesetzt wird. Dementsprechend ist es im Sinne der Verletzungsprävention sinnvoll, statische Dehnübungen so zu konzipieren, dass das Nervensystem nicht Gefahr läuft, Schaden zu nehmen, und dabei dennoch zu garantieren, dass die sportartspezifischen Anforderungen erfüllt werden.

Diese Arbeit ist eine Literaturarbeit. Als Quellen wurden die Datenbanken Pubmed, ScienceDirect, Bio-Med Central sowie die Suchmaschine der Universitätsbibliothek Wien, u:search, verwendet. Zentrale Suchbegriffe sind „Kampfkunst“, „Taekwondo“, „Nervensystem“, „neurodynamische Flexibilität“, „Beweglichkeit“ und „Dehnen“, als Einschlusskriterien wurde ein Alter von 19-44 Jahren, deutsche oder englische Sprache, volle Textverfügbarkeit, Publikation innerhalb der letzten zehn Jahre sowie die Studiendesigns Systematic Review, Meta-Analysis und Randomised Controlled Trial gewählt. Ausschlusskriterien waren Studien rund um „Tai Chi“, „Pharmakologie“, „DNA“, „Yoga“ und „Bobath“, außerdem wurde die „Obere Extremität“ ausgeschlossen.

Da sich zu den Grundlagen und dem Trainingsaufbau des Taekwondo wenig bis keine Studien finden ließen, wurde hier auf Fachliteratur der Universitätsbibliothek Wien sowie deren Fachbibliotheken zurückgegriffen.