Titelaufnahme

Titel
Der FMS© Test im Fokus der Prävention: Die Grundlagen der Prävention und die häufigsten Verletzungen bei Stop and Go Sportarten
Weitere Titel
The FMS© Test and prevention: basics about prevention and the most common injuries in stop an go sports
VerfasserFleck, Christoph
GutachterSchnell, Daniela
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

2014 verletzten sich in Österreich mehr als 190.000 Menschen beim Sport so schwer, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten - davon allein mehr als 55.000 bei Stop and Go Sportarten wie Fußball, Basketball, Handball oder auch Tennis.¹ Es gilt weithin als erwiesen, dass eine große Zahl von Verletzungen durch Vorschädigung und Bagatellvorverletzungen begünstig werden. Die Verantwortung der MedizinerInnen ist es, weitere Verletzungen dieser Sportler durch adäquate Betreuung zu vermeiden.

Das Verletzungsrisiko hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem auch von einem korrekten Bewegungsmuster. Ein Tool das Bewegungsmuster und Defizite erkennt, ist der Functional Movement Screen©. Er ist ein anerkanntes und standardisiertes Testverfahren, das vom amerikanischen Physiotherapeuten und Fitnesscoach Gray Cook entwickelt wurde. Hierbei handelt es sich um ein Testverfahren, welches grundlegende Bewegungsmuster, die jeder Sportler/jede Sportlerin beherrschen sollte, untersucht und funktionelle Limitationen und Asymmetrien erkennt.² Der Test wird zurzeit oft präventiv bei professionellen Sportklubs angewandt um herauszufinden, ob die ausgewählten SportlerInnen bei bestimmten Bewegungsmustern Defizite aufweisen oder nicht. Ein solches Defizit kann sich durch eine geringe Mobilität, Stabilität aber auch durch eine Asymmetrie bemerkbar machen. Wenn bei einer oder mehreren Übungen ein Defizit besteht, kommt es zu einem insgesamt schlechteren Ergebnis beim Test. Je weniger Punkte der Ausübende/die Ausübende in den jeweiligen Übungen erreicht, desto größer ist die Verletzungswahrscheinlichkeit.

Um den Patienten präventiv besser betreuen zu können wäre es von Vorteil zu wissen, ab welchem Wert das Verletzungsrisiko sich um ein Vielfaches erhöht. Daher stellt sich die Frage ob sich beim FMS© Test ein bestimmter Schwellenwert definieren lässt, ab dem ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.

Um die Werte des FMS© Test auch einwandfrei interpretieren zu können, wäre die Bestimmungen eines Schwellenwertes von Bedeutung. Dieser würde helfen ein erhöhtes Verletzungsrisiko zu erkennen und folglich mit dem Patienten/der Patientin daran zu arbeiten dieses zu minimieren. Auch als „Return to Play“ wäre der Test ein guter Indikator um dem Sportler/der Sportlerin zeigen zu können, ob er/sie wieder bereit ist in den Sport einzusteigen. Da dieser Test als Feldtest entwickelt wurde, ist er kostengünstig und mit wenig Zeitaufwand verbunden. Außerdem wäre es sinnvoll den FMS© Test mit verschiedenen sportartspezifischen Tests zu kombinieren.

In der Bachelorarbeit 1 werden die Grundlagen der Prävention, der FMS Test sowie die häufigsten Verletzungen bei Stop and Go Sportarten beschrieben. Weiters wurde die Methodik der Arbeit erläutert und eine Literaturrecherche durchgeführt um die Fragestellung beantworten zu können. Es wurde in mehreren Datenbanken, sowie über die offizielle Seite des FMS Tests nach passender Literatur gesucht. Die gefundene Literatur wird in der Bachelorarbeit 2 analysiert und interpretiert.

Literaturverzeichnis:

1. KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Sportunfälle in Österreich nach Sportart und Alter. http://unfallstatistik.kfv.

2. Schmidtlein O, Keller M, Kurz E. Testbatterie für Aktive: Functional Movement Screen. Physiopraxis.2013;4:27.