Titelaufnahme

Titel
Hamstringverletzungsprophylaxe im Fußball - Welche Effektivität zeigt die Integration von exzentrischen Bewegungsabläufen in ein Trainingsprogramm?
Weitere Titel
Hamstring injury prevention in soccer - What are the effects of integrated eccentric sequences of movement in soccer training?
VerfasserRajchl, Christoph
GutachterSchume, Claudia
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Verletzungen der Hamstrings gehören zu den meist verbreiteten Problematiken unter Spitzensportlern, vor allem im Bereich des Fußballs. Dieser ist der populärste Sport weltweit, mit 260 Millionen professionellen SpielerInnen.

Viele aktuelle Studien ergeben, dass die Anzahl an Hamstringsverletzungen in der Tendenz steigend ist, mit einer Inzidenz von 3,0 – 4,1 Verletzungen pro 1000 Spieler. Dies kann aus einer Steigerung der Spielgeschwindigkeit und daraus folgend aus einer erhöhten physischen Anstrengung des heutigen Fußballs resultieren. Die „Football Association Audit of Injuries“ hat herausgefunden, dass 12% aller Verletzungen der letzten zwei Saisonen Zerrungen der Ischiocruralen Muskulatur waren. Dies macht sie zu den meist prävalenten Verletzungen in der Fußballwelt.

Auch wenn Fußball ein Sport mit hohem Fremdverschuldungsrisiko ist, kommt es zu diesen Verletzungen meist ohne jegliche Berührungshintergründe. Das Training/ Spiel der FußballerInnen enthält einige intensive Wechsel von maximal exzentrischer in konzentrische Muskelarbeit und umgekehrt. Studien beweisen, dass Verletzungen während maximaler Sprintaktivität auftreten, genauer gesagt während der terminalen Schwungphase, in welcher sich die ischiocrurale Muskulatur besonders exzentrisch arbeitend verhält.

Die Ursachen für Hamstringsverletzungen sind kompliziert und multicausal. Viele intrinsische Faktoren, sowie zuhnehmendes Alter und schon vorhergegangene Zerrungen spielen dabei eine Rolle. Da Hamstringverletzungen häufig zu einem Trainingsausfall führen und in der Folge die Wettbewerbsfähigkeit senken, ist es besonders im Profisport wichtig präventiv anzusetzen und im Training auf die bestimmenden Größen einzugehen.