Bibliographic Metadata

Title
Gartentherapie als ergänzende physiotherapeutische Maßnahme bei PatientInnen mit Demenz
Additional Titles
Horticultural therapy as an additional measure for patients with dementia
AuthorSchabus, Magdalena
Thesis advisorBucher, Harriet
Published2017
Date of SubmissionFebruary 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

In Österreich steigt die Zahl der DemenzpatientInnen. Ein großer Problembereich sind beispielsweise die fehlenden Behandlungspfade.

Die Gartentherapie wird derzeit schon in den Bereichen der Gerontologie, Rehabilitation und der Psychiatrie angewendet.

Immer mehr Einrichtungen besitzen einen Therapie – oder Sinnesgarten wecher einen wesentlichen Stellenwert in der Betreuung von Menschen mit Demenz einnimmt. Ein Garten hat einen rundum positiven Einfluss auf DemenzpatientInnen. Neben der Anregung vieler kognitiver Funktionen, wie beispielsweise der Aufmerksamkeit, beugt die Gartenarbeit Bewegungsarmut vor. Außerdem lindert der Aufenthalt in der Natur Stresssymptome wie zum Beispiel Bluthochdruck, Angst und Aggressivität.In der Literatur empfehlen ExpertInnen die Gartentherapie, wobei sich die zentrale Frage stellt: Inwiefern kann die Gartentherapie auf das Erreichen der physiotherapeutischen Behandlungsziele bei PatientInnen mit Demenz unterstützend einwirken?

Durch physiotherapeutische Interventionen können auf der körperlichen Ebene die Voraussetzungen geschaffen werden um PatientInnen auf die Gartentherapie vorzubereiten. Gemäß dem ICF Modell lässt es sich wie folgt ausdrücken: Die Physiotherapie bereitet die PatientInnen auf der strukturellen Ebene für eine Gartentherapie vor. Andererseits können wir uns auf der Partizipationsebene die komplementärmedizinische Gartentherapie zu Nutze machen. Die Gartentherapie umfasst den zielgerichteten Einsatz des Naturraumes, welcher alle Sinne des Menschen anregt. Auf verschiedenen Untergründen können PatientInnen zum Beispiel das Gleichgewicht und die Gangsicherheit trainieren. Die Ziele der Gartentherapie sind die Erweiterung der motorischen, sensorischen, kognitiven und sozialen Kompetenzen in verschiedenen Lebensbereichen, sie dient der Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung von körperlicher, seelischer und geistiger Gesundheit, steigert das Wohlbefinden und lehrt die Achtsamkeit sich selbst, anderen und der Natur gegenüber. Die Physiotherapie spielt in diesen Bereichen eine große Rolle. Außerdem hat die Gartentherapie einen großen Vorteil, welcher in der Kombinationsmöglichkeit verschiedener Konzepte liegt. Der Garten bietet ein alternatives Therapiesetting, und man kann die mannigfaltigen positiven Wirkungen der Natur therapeutisch nutzen.