Bibliographic Metadata

Title
Therapie mit Rückgrat : Kognitive Maßnahmen als Unterstützung zur aktiven Physiotherapie bei Low Back Pain Eine Erhebung des aktuellen Wissensstandes
Additional Titles
Cognitive treatment to support the active physical therapy for patients with low back pain A survey according to the current state of knowledge
AuthorWimhofer, Nicole
Thesis advisorKlinger, Meike
Published2017
Date of SubmissionFebruary 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Heutzutage zählen Rückenschmerzen und Arthrosen zu den häufigsten Erkrankungen unserer Gesellschaft. In Bezug auf Faktoren wie Abwesenheit am Arbeitsplatz, Einschränkungen im alltäglichen Leben, Patientenkosten, Krankenkassen und auf staatlicher Ebene, zählen unspezifische Rückenschmerzen – auch genannt LBP (Low Back Pain) - außerdem zu einem der verbreitetsten sozioökonomischen Gesundheitsprobleme. Grundsätzlich zeigt sich, dass Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Laut World Health Organization lässt sich ein vermehrtes Vorkommen von unspezifischen Kreuzschmerzen in der arbeitenden Gesellschaftsschicht feststellen. Betroffen davon sind vor allem Patienten in der Altersklasse zwischen 25 – 64 Jahren.

Charakteristisch bei LBP ist, dass die unspezifischen Kreuzschmerzen keiner genauen Pathologie zugeordnet werden können. Auch prädisponierende Faktoren haben einen Einfluss auf die Entstehung von unspezifischen Kreuzschmerzen. Dazu gehören unter anderem: Alter, körperliche Fitness, Rauchen, Übergewicht, sowie die Kraft der Rücken- und Bauchmuskulatur.

Psychische Faktoren wie Angst, Depression, psychische Instabilität und die Rolle des Schmerzes spielen vor allem bei Patienten mit chronischen Beschwerden eine wichtige Rolle. Chronischer LBP äußert sich oft durch eine langanhaltende Phase verschiedenster Symptome. Daraus resultiert bei Patienten oft eine wachsende Frustration gegenüber der eigenen Lebensqualität, der Genesung oder Verbesserung des eigenen Gesundheitszustandes und der Behandlungsmöglichkeiten.

Die Variation an Behandlungsmöglichkeiten für chronische Rückenschmerzen in der Literatur der letzten Jahre ist vielseitig und reicht von konservativen Therapiemöglichkeiten (Kräftigung, Manualtherapie, Rückenschule, Massage, etc.) bis zu operativen Eingriffen, Medikation und kognitive Therapie.

In den letzten Jahrzenten gab es viele Fortschritte in der Erforschung von chronischen Kreuzschmerzen. Sowohl die Behandlung chronischer Schmerzpatienten, als auch der Umgang mit Kreuzschmerzen im Alltag erweist sich in der Literatur als gut erforscht. Man sollte daher denken, die Zahl an Personen welche an unspezifischen Kreuzschmerzen leiden sei zurückgegangen – genau das Gegenteil ist jedoch der Fall.

Ein Teil des Problems entsteht schon in der Diagnose von LBP. Man darf nicht vergessen, dass Kreuzschmerzen häufig als Symptom beschrieben werden und nicht als eigenständige Erkrankung.

Ein weiteres Problem ist die Behandlung von LBP. Laut wissenschaftlichen Ergebnissen haben die meisten Maßnahmen keine effektiv positiven Auswirkungen auf die Symptomatik.

Es lässt sich also feststellen, dass der richtige Weg im Umgang mit der Erkrankung LBP bis heute nicht gefunden werden konnte. Ausschlaggebend dafür ist nicht nur die Behandlung und Diagnose, sondern viel mehr das gesamte Management.

Aus diesem Grund habe ich es mir zum Ziel gesetzt die folgende Fragestellung in meiner Arbeit zu beantworten: Welchen zusätzlichen Effekt bringt die Integration kognitiver Therapiemaßnahmen zur einer aktiven Physiotherapie?