Titelaufnahme

Titel
Physiotherapie bei femoroacetabulärem Impingement: Der Einfluss von aktivem Beweglichkeitstraining auf die Beschwerdesymptomatik
Weitere Titel
Physiotherapy for femoroacetabular impingement: the influence of mobility training on symptomatology
VerfasserKaufmann, Lisa
Betreuer / BetreuerinKainzbauer, Georg
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) ist eine häufig auftretende Pathologie des Hüftgelenks bei Erwachsenen, welches epidemiologisch betrachtet bei ungefähr 30% der Bevölkerung besteht.

Bei einem FAI besteht ein biomechanischer, knöcherner Konflikt des Acetabulums mit dem Femurkopf, der sekundär häufig zu einer Degeneration der umliegenden Gelenksstrukturen und einer Hüftgelenksarthrose führen kann. Ein bestehendes FAI (asymptomatisch) führt in ca. 16% der Fälle innerhalb von vier Jahren zu einer Schmerzsymptomatik des Hüftgelenks. Da gerade in einem späten Stadium die operative Sanierung mittels minimalinvasiver Hüftgelenksarthroskopie das Mittel der Wahl ist, liegt der Fokus der konservativen Therapie in der frühen Phase der Pathologie. Die verschiedenen physiotherapeutischen Therapieansätze bei FAI wurden in den letzten Jahren in der Literatur häufig diskutiert und gewinnen neben der konventionellen chirurgischen Therapie zunehmend an Bedeutung.

Da passive Techniken (passives Stretching, passive Mobilisation) des Hüftgelenks in der Behandlung des FAI kontraproduktiv sind, liegt der Schwerpunkt meist bei aktiven Maßnahmen. Neben Kräftigung spezifischer Muskulatur, Koordinations- und sensomotorischem Training spielt das aktive Beweglichkeitstraining zur Erweiterung und Erhaltung des (oft schmerzbedingt eingeschränkten) Bewegungsausmaßes des Hüftgelenks eine wichtige Rolle.

Die Physiotherapie kann mit aktivem Beweglichkeitstraining den Pathomechanismus des FAI beeinflussen und möglichen Folgeschäden entgegenwirken.

Die zentrale Fragestellung der nicht-empirischen Metaanalyse lautet daher wie folgt: Wie beeinflusst aktives Beweglichkeitstraining die Beschwerdesymptomatik des femoroacetabulären Impingement bei Jugendlichen und Erwachsenen?

Anhand der aktuellen Evidenzlage werden bestehende, empirische Arbeiten miteinander verglichen und analysiert. Das Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, welche aktive bewegungserweiternden Methoden eingesetzt wurden und wie diese die Beschwerdesymptomatik eines FAI beeinflussen können.