Titelaufnahme

Titel
Erhebung des aktuellen Wissensstandes zum Thema des Shoulder-Symptom-Modification-Procedure Testverfahrens bei Subacromialem Impingement Syndrom
Weitere Titel
Survey of current scientific knowledge concerning the Shoulder-Symptom-Modification-Procedure regarding chronical subacromial impingement syndrome
VerfasserKirchlechner, Axel
Betreuer / BetreuerinReicher, Eva
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im physiotherapeutischen Praxisalltag sehen sich Therapeutinnen und Therapeuten häufig mit dem Befundergebnis schmerzhafter Bogen bei Abduktion oder Flexion des Armes zwi-schen 60°-120° konfrontiert. In der Literatur wird dieses Befundergebnis als Schulter Impingement Syndrom definiert. Hierbei kommt es zu einer pathologischen Einklemmung von Weichteil und Knochenstrukturen im subacromialem oder subcoracoidalem Raum, jenem Abstand zwischen Oberarmkopf und Schulterdach. Für die meist schleichende Entstehung dieser Problematik werden verschiedene Faktoren verantwortlich gemacht. Das Subacromiale Impingement Syndrom (SIS) zählt zu einem von vier Impingementmechanismen im Schulterbereich. 44-65% aller Schulterschmerzsyndrome basieren auf dem Mechanismus des SIS. Um zwischen den einzelnen Mechanismen und dadurch entstandenen strukturellen Schäden unterscheiden zu können, bedarf es in der physiotherapeutischen Problemidentifizierungsphase einer ausführlichen Anamnese und Befundung. Die Therapeutin und der Therapeut muss die Ursachen mittels Assessments, Zusatztests und spezieller Tests verifizieren und voneinander differenzieren, um eine erfolgversprechende Behandlung einleiten zu können. Da die exakte Unterscheidung der einzelnen Mechanismen und betroffener Strukturen im PT-Prozess wertvolle Behandlungszeit in Anspruch nimmt und eine große Anzahl von Zusatztests, bzw. spezieller Tests im Bereich der Schulter angeboten werden, wird in aktuellen Fachartikeln das Bedürfnis nach definierten Testbatterien und Testabläufen artikuliert. Dr. Jeremy S. Lewis, PhD, Msc beschreibt 2009 mit dem „Shoulder-Symptom-Modification-Procedure (SSMP)“ eine solche neuartige Testbatterie zur Befundung von chronischem Subacromialem Impingement Syndrom der Schulter. Ziel dieses Assessments ist eine rasche, auf den strukturellen und funktionellen Mechanismus basierende Problemidentifizierung. Daraus abgeleitet ergibt sich die zentrale Fragestellung der Bachelorarbeit. Wie unterscheidet sich das Shoulder-Symptom-Modification-Procedure Testverfahren zu bisher angewandten Assessmentverfahren in der Problemidentifizierungsphase des PT-Prozesses, basierend auf das Clinical Reasoning, bei der Differenzialdiagnostik von Patienten mit Subacromialem Impingement Syndrom?

Die physiotherapeutische Relevanz des Themas ergibt sich daraus, dass der/m Therapeutin/en eine Vielzahl von Assessments, spezielle Tests und Zusatztests für die Befundung von SIS angeboten werden. Diese zur Verfügung stehenden Assessments wurden in der Literatur bereits umfassend diskutiert, auf Validität, Reliabilität, Sensitivität und Spezifität geprüft und dargestellt. Trotz der vorhandenen Ergebnisse stellt sich im physiotherapeutischen Alltag die Frage, welche dieser Tests zu kombinieren sind, in welcher Reihung diese Tests in der Praxis angewendet werden sollten und welche am besten für die Befundung von SIS geeignet sind. Um auf die Fragestellung antworten zu können, werden im Hauptkapitel dieser Arbeit relevante Begriffe definiert und die aktuellen Befundungsmethoden, sowie spezielle Testung der Schulter bei chronischem Subacromialem Impingement Syndrom dargestellt. Abschließend werden Studien und deren Ergebnisse bzgl. Testkombination beschrieben, um diese in der weiterführenden Bachelorarbeit 2 mit dem Shoulder-Symptom-Modification-Procedure Testverfahren vergleichen zu können. Ziel dieser Arbeit ist es, eine bestmögliche Grundlage für die Beantwortung der zentralen Fragestellung zu bilden.