Titelaufnahme

Titel
Kindliche Erzählfähigkeit : Frühes Erzählen - erste Diskurse
Weitere Titel
narrative competence of children
VerfasserPabinger, Sophia
GutachterHuber, Doris
Erschienen2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Erzählfähigkeit / Textgrammatische Störung / Kohärenz und Kohäsion / Vorläuferfähigkeiten / Sprachliche und kognitive Fähigkeiten
Schlagwörter (EN)narrative competence / narrative Impairment / story content and cohesion / underlying mechanisms / linguistic and kognitive skills
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Basierend auf ausführlicher Literaturrecherche befasst sich diese Arbeit mit der kindlichen Erzählfähigkeit, deren Entwicklung, Vorläuferfähigkeiten und Auswirkungen auf logopädisch relevante Ebenen.

Erzählen ist immer ein interaktiver Prozess, der beidseitige Aktivität von Erzähler und Zuhörer verlangt.

Diese Fähigkeit beschreibt ein komplexes Geschehen, das vom Kind erst erlernt werden muss und viele sprachliche sowie kognitive Kompetenzen von diesem abverlangt.

Um Texte bzw. Geschichten produzieren und verstehen zu können, braucht es sowohl ein phonologisch-phonetisches, lexikalisch-semantisches, syntaktisch-morphologisches sowie ein textgrammatisches Wissen über die Makro-und Mikrostruktur von Texten.

Für einen späteren schulischen Erfolg wird in der Literatur die Erzählkompetenz als wichtige Vorläuferfähigkeit betrachtet. Auch für den späteren Wortschatzumfang, das Lese-Sinn-Verständnis sowie schriftsprachliche bzw. mathematische Leistungen ist die Qualität von Erzählungen ein entscheidender Prädikator. Des Weiteren kann eine verminderte Erzählfähigkeit auch soziale Auswirkungen haben (Ringmann, 2014).

Da sich hierdurch wesentliche Schnittstellen zur Logopädie ergeben, sollte dem Narrationserwerb in Hinblick auf Diagnostik und Therapie eine tragendere Rolle zugeschrieben werden. Unausgereifte standardisierte Diagnostikinstrumente, besonders im deutschsprachigen Raum, sowie nur wenige Therapieansätze erschweren aktuell die Arbeit an diesem Störungsbild.

Zusammenfassung (Englisch)

Based on various scientific articles and books this thesis describes storytelling abilities and narrative skills of children. Furthermore it covers underlying mechanisms of narrative competence and typical narrative development.

Telling a story is always part of an interactive action. It is a complex task which needs to be acquired and demands several cognitive and linguistic competences by the child.

The ability to understand and produce stories is a skill that has recently received increased attention in speech therapy area of responsibility.

Apart from cognitive competences, narrative competence requires linguistic knowledge such as phonological, syntactic-morphological and semantic skills in addition to organisation of story content and cohesion.

Knowing that storytelling abilities have significant effects on range of vocabulary, reading comprehension, writing and mathematical skills speech therapists should be consulted with this impairment.

Missing classificatory diagnostic instruments for German and furthermore a lack of intervention methods make it still hard to work on narrative competence.