Titelaufnahme

Titel
Prävention in der Orthoptik–Datenauswertung von Screeninguntersuchungen in niederösterreichischen Kindergärten im Untersuchungszeitraum 9/2008–6/2015
Weitere Titel
Prevention in orthoptics - data evaluation of screening examination in kindergartens in Lower Austria during the investigation period 9/2008 – 6/2015
VerfasserSchumi, Alexandra
Betreuer / BetreuerinHirmann, Elisabeth
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Prävention / Reihenuntersuchungen / Niederösterreichische Kindergärten
Schlagwörter (EN)Prevention / Screeninginvestigations / Lower Austria Kindergartens
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Reihenuntersuchungen in niederösterreichischen Kindergärten. Im Kapitel Hintergrund werden der Ablauf und die Rahmenbedingungen erläutert und die ophthalmologischen und strabologischen Krankheitsbilder beschrieben. Des Weiteren werden die visuellen Auffälligkeiten, die bei den Screeninguntersuchungen festgestellt wurden, aufgezeigt.

Methode: Diese Arbeit umfasst eine retrospektive Datenanalyse der Screeninguntersuchungen in niederösterreichischen Kindergärten im Zeitraum von 09/2008 – 06/2015. Die Statistik wurde von Orthoptistinnen der Schielambulanz des Universitätsklinikum St. Pölten-Lilienfeld geführt. Im Kapitel Methodik werden die Eckdaten der Ergebnisse aufgezeigt und die Vorgehensweise der Literaturrecherche dieser Arbeit in Online-Datenbanken beschrieben.

Ergebnisse: Die Ergebnisse werden anhand von Tabellen und Abbildungen dargestellt und die Fragestellungen im Zuge der Auswertung beantwortet. Aus der retrospektiven Datenanalyse der Reihenuntersuchungen in niederösterreichischen Kindergärten vom gesamten Zeitraum von 09/2008 bis 06/2015 ist ersichtlich, dass der Strabismus divergens mit 1,68% als häufigste strabologische Auffälligkeit vorgekommen ist. Hinsichtlich der Refraktionsfehler war der Astigmatismus anhand der Messung des Handrefraktometers mit 4,76% am häufigsten, gefolgt vom HR-Wert bei Hyperopie mit 3,21%. Bei 0,36% der Kinder wurde im Untersuchungszeitraum mit dem HR eine Myopie gemessen. Andere Diagnosen wie der Strabismus convergens mit 1,37% und Motilitätsauffälligkeiten mit 1,18% kamen häufiger vor als die Amblyopien mit 0,56%. 1,16% der Kinder hatten den Lang-Stereotest I und II negativ. Eine +/- VD wurde bei 0,15% diagnostiziert. 0,24% der Kinder verweigerten die orthoptische Untersuchung. Die weniger vorkommenden Krankheitsbilder waren Pupillenauffälligkeiten mit 0,18%, eine Ptosis mit 0,14%, die Conjunktivitis mit 0,12%, eine Kopfzwangshaltung mit 0,12% und 0,06% der Kinder hatten eine Farbsinnstörung. Das Brown-Syndrom konnte bei 0,05% der Kinder nachgewiesen werden und ein Nystagmus war bei 0,05% Kinder zu sehen. Das Duane-Syndrom zeigten 0,03% der Kinder. 0,03% der Kinder hatten bei den Screeninguntersuchungen eine Dakryostenose. Von den 134.202 Kindern waren 9,90% beim Visus auffällig. Mit dem HR ergab sich bei insgesamt 8,23% der Kinder ein Hinweis auf eine Refraktionsstörung. Insgesamt bekamen 15,52% der 134.202 Kinder eine Mitteilung, mit der Empfehlung einen AFA aufzusuchen.

Diskussion: In diesem letzten Kapitel Diskussion erfolgt eine Verknüpfung von Erkenntnissen, die im Rahmen der retrospektiven Datenanalyse und –auswertung gewonnen wurden, mit recherchierten Studien. Am Ende des Kapitels werden die Schlussfolgerungen und die Reflexion des eigenen methodischen Vorgehens beschrieben.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: This work deals with a series of screeningexaminations in kindergartens in Lower Austria. Additionally, the course of examinations and the general conditions are explained. The ophthalmological and strabological diseases are described. Furthermore, the visual conspicuousities that can be detected during a screening examination are listed in the form of a table.

Methods: This paper provides a retrospective data analysis of screening investigations in kindergartens in Lower Austria performed during a period from 09/2008 to 06/2015. The statistics were provided by orthoptists of the Schielambulanz of the Universitätsklinikum St. Pölten-Lilienfeld. In the methodological chapter the basic data of the results as well as the literature research in online databases are described.

Results: The results are presented on the basis of tables and figures and the questions are answered in the course of the evaluation. From the retrospective data analysis of the series of examinations in kindergartens in Lower Austria during the period from 09/2008 to 06/2015, it can be seen that strabismus divergens with 1.68% occurred as the most frequent strabological abnormality occurred. Concerning the refraction errors, astigmatism was the most common, measured with a hand refractometer with 4.76%, followed by hyperopia with 3.21%. Myopia was measured with 0.36% in children over the entire period. Other diagnoses such as strabismus convergens with 1.37% and motility abnormalities with 1.18% occurred more frequently than amblyopies with 0.56%. 1.16% of the children had the Lang-stereotest I and II negative. A +/- VD was diagnosed in 0.15%. 0.24% of children refused the orthoptic examination. Less common disease patterns were pupillary abnormalities with 0.18%, ptosis with 0.14%, conjunctivitis with 0.12%, head tilt with 0.12% and 0.06% of the children had a colour disturbance. Brown syndrome was detected in 0.05% and nystagmus was seen in 0.05% of the children. Duane syndrome showed 0.03% of children. 0.03% of the children had a dacryostenosis during the screening studies. In total, 9.90% of the 134.202 examined children were conspicuous through measurements with the children´s hand refractometer. 8.23% were significantly conspicuous in results of the children's hand refractometer. A total of 15.52% of the 134.202 children received a notification with the recommendation to see an ophthalmologist.

Discussion: In this chapter findings obtained during the retrospective data analysis and evaluations are discussed on the basis of research studies. At the end the author's own methodological approach, reflections and conclusions are presented.