Titelaufnahme

Titel
Dehnen im Taekwondo - Optimale Ergebnisse, ohne die Nerven zu strapazieren
Weitere Titel
Stretching in Taekwondo - Optimal results without straining the nerves
VerfasserEgger, Bernadette
Betreuer / BetreuerinEder, Gerhard
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kampfkunst / Taekwondo / Beweglichkeit / statisches Dehnen / untere Extremität / peripheres Nervensystem / Neurodynamik
Schlagwörter (EN)martial art / Taekwondo / flexibility / static stretching / lower extremity / peripheral nervous system / neurodynamics
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Dehnungsübungen im Taekwondo werden meist statisch und in extremen Positionen wie dem Spagat durchgeführt, wodurch das periphere Nervensystem der unteren Extremität ebenfalls einer Dehnung und damit Ischämie ausgesetzt werden kann. Im Sinne der Prävention sind Physiotherapeut_innen hier in ihrer Kompetenz als Teamwor-ker_innen gefordert, um potentielle Nervenschädigungen zu verhindern. Ziel: Diese Arbeit versucht herauszufinden, wie statische Dehnungsübungen im Taekwondo konzipiert werden müssen, um die Nerven nicht zu strapazieren und dennoch den sportartspezifischen Anforderungen zu genügen. Methodik: Die Datenbanken PubMed, ScienceDirect, Bio-MedCentral und PEDro wurden für eine systematische Literaturrecherche genutzt. Nur Texte, welche nicht älter als zehn Jahre sind, wurden in dieser Arbeit analysiert. Ergebnisse: Extrempositionen wie der Spagat sind nicht notwendig, um für die Beintechniken des Taekwondo ausreichende muskuläre Dehnfähigkeit zu erreichen. Die Neurodynamik spielt als potentieller limitierender Faktor eine Rolle in der Erarbeitung einer ausreichenden Dehnung. Conclusio: Die Literatur bezüglich Zeitpunkt und Dauer des statischen Dehnens ist zum Teil widersprüchlich, statisches Dehnen kann jedoch unter gewissen Voraussetzungen gefahrlos im Training eingesetzt werden. Weitere Forschungsarbeit auf diesem Gebiet ist dringend notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Stretching exercises in Taekwondo are mostly executed statically and in extreme positions like the split which potentially also put the peripheral nervous system at risk of being stretched and in further consequence suffering from ischaemia. Physical therapists are asked to fulfil their competency as teamworkers to prevent damage of the nervous system. Objective: This paper tries to find out how to design static stretching exercises in Taekwondo without straining the nerves while guaranteeing the specific requirements of the sport to be met. Methods: For a systematic literature search, the databases PubMed, ScienceDirect, BioMedCentral and PEDro were used. Only studies publi-shed after 2006 were analysed in this paper. Results: Extreme positions like the split are not required in order to achieve sufficient muscular flexibility for kicking techniques in Taekwondo. Neurodynamics play a role as a potential limiting factor in the development of adequate flexibility. Conclusion: Literature concerning point of time and duration of static stretching is partially contradictory. However, static stretching can be used safely in training under certain circumstances. Further research concerning this subject is urgently necessary.