Titelaufnahme

Titel
Die Vojta-Therapie bei Kindern - Ethische Gesichtspunkte und mögliche Herausforderungen in der Physiotherapie
Weitere Titel
Vojta-therapy with children - ethical aspects and potential challenges facing physiotherapeutic interventions
VerfasserKölnberger, Elisa
GutachterBenczur-Juris, Sabine
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Vojta-Therapie / Pädiatrie / bioethische Grundprinzipien / Schadensvermeidung / Fürsorge / Interviews
Schlagwörter (EN)Vojta-therapy / pediatrics / bioethical principles / nonmaleficence / beneficence / interviews
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext: Die Vojta-Therapie in der Pädiatrie ist eine seit Jahrzehnten angewendete Therapieform in der Physiotherapie. Physiotherapeuten/-innen haben nicht nur die Aufgabe zu therapieren, sondern auch die Griffe den Eltern zu instruieren. Zudem kommt es während der Behandlung häufig zum Schreien der Kinder. Angelehnt an die zentrale Fragestellung wird dargelegt, wie Physiotherapeuten/innen die bioethischen Grundprinzipien des Nichtschadens und der Fürsorge in der Therapie sicherstellen und wie sie mit Herausforderun-gen und dem Schreien der Kinder umgehen.

Methodik: Dies ist eine qualitativ-empirische Arbeit mit Querschnittsdesign, es wurden vier Physiotherapeuten/-innen, die nach der Vojta-Therapie in der Pädiatrie arbeiten, mithilfe eines Leitfadeninterviews befragt. Der Interviewleitfaden basiert auf der zuvor recherchierten aktuellen Fachliteratur.

Hauptergebnisse: Als Ergebnis wurde erzielt, dass die Vojta-Therapie in der Pädiatrie in Einklang mit den bioethischen Grundprinzipien der Schadensvermeidung und der Fürsorge zu bringen ist. Im Zuge der Vojta-Therapie darf es nicht zu Schädigungen der Patienten/-innen kommen, da Schmerz während der Therapie immer vermieden werden muss. Durch den Behandlungsschritt selbst und die Absicht das Kind in seinen motorischen Fähigkeiten zu fördern, stellen die Therapeuten/-innen Zuwendung und Fürsorge sicher. Das Schreien stellt für sie keine Herausforderung dar, da sie genau unterscheiden können um welche Art des Schreiens es sich handelt.

Schlussfolgerung: Das professionelle Handeln von Physiotherapeuten/-innen die nach Vojta therapieren wird aufgezeigt und gerechtfertigt und ist laut Physiotherapeuten/-innen selbst mit keinen großen Herausforderungen in ihrer Arbeit verbunden.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: Vojta-Therapy in pediatrics is a treatment which has been practiced in physiotherapeutic settings for decades. Physiotherapists not only treat their patients but also teach parents to perform it on their children. Furthermore, especially babies are crying mostly during therapy sessions. Based on the clinical questions 4 physiotherapists were interviewed about preserving the bioethical principles of nonmaleficence and beneficence. Moreover, they report how they handle difficulties and the crying of their patients during physiotherapeutic interventions.

Methods: This is an empirical-qualitative paper. Based on the researched literature an interview guide was created.

Mainresults: All interviewed physiotherapists confirmed that Vojta-therapy in pediatrics is getting in accordance with the biomedical principles of maleficence and beneficence. They cannot harm patients due to the fact that pain has to be avoided during therapy. With their treatment, they intend that the child´s motoric skills are getting improved. This is how they show care and beneficence. Crying is not creating any difficulties for physiotherapists since they interpret the kind of crying and make a difference.

Conclusion: In this bachelor thesis, it is showed that physiotherapists who are treating with the Vojta-therapy are acting in a professional way. According to them difficulties are not common in their daily work.