Titelaufnahme

Titel
Verifikationsmöglichkeiten der PatientInnenpositionierung bei stereotaktischen kraniellen Bestrahlungen
Weitere Titel
Verification of patient positioning in stereotactic cranial irradiations
VerfasserRiegler, Manuel
GutachterMayerhofer, David
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)stereotaktische kranielle Bestrahlungen / interfraktionäre Bewegung / ExacTrac 6D System
Schlagwörter (EN)verification stereotactic radiotherapy / stereotactic verification tools / intracranial verification systems
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Verifikationsmöglichkeiten in der stereotaktischen kraniellen Strahlentherapie und zeigt Vor- und Nachteile der jeweiligen Modalitäten auf. Ein besonderes Augenmerk wird auf den Unterschied zwischen planarer und volumetrischer Bildgebung im Kilovolt (kV) und Megavolt (MV) Spannungsbereich gelegt. Das aus zwei Modulen bestehende ExacTrac 6 degrees of freedom (6D) System wird in einem eigenen Kapitel thematisiert und geht auf die Vorteile einer nicht röntgen basierenden Verifikation durch Zuhilfenahme einer Infrarotkamera ein. Behandlungsabläufe in der Strahlentherapie fordern eine überaus hohe Präzision, damit das gewünschte Zielgebiet mit der notwendigen Gesamtherddosis ausgelastet und mögliche Risikoorgane weitestgehend geschont werden können. Um etwaige Abweichungen möglichst gering zu halten, werden für alle PatientInnen individuelle Lagerungsbehelfe in Maskenform angefertigt, um Bewegungsabläufe zu verringern. In einem einleitenden Studienvergleich werden unterschiedliche Verifikationssysteme gegenübergestellt und Dosisunterschiede erläutert. Interfraktionäre Bewegungsabläufe wie Tumorregression oder Veränderungen seitens des Maskenmaterials und deren Einfluss auf die Bestrahlungsgenauigkeit werden anhand ausgewerteter Datensätze des Universitätsklinikums Krems erörtert. Zwischen 01.07.2015 und 30.04.2017 wurden 98 PatientInnen und gesamt 875 Datensätze einer statistischen Auswertung unterzogen, analysiert und mit bereits publizierten Ergebnissen anderer Krankenhäuser verglichen. Die Resultate zeigen systematische Abweichungen von 1 mm, 1,4 mm und 1,7 mm mit zufälligen Fehlerraten von -0,3 mm, 0,8 mm und -1,5 mm für die Translationsrichtungen lateral, longitudinal und vertikal. Deviationen in den Rotationen roll, pitch und yaw befinden sich in einem Wertebereich von 1 °, 0,8 ° und 1,1 ° für systematische Ungenauigkeiten unter Berücksichtigung einer zufälligen Fehlerkomponente von 0,3 °, 0 ° und 0,3 °. Das Ziel dieser Arbeit ist, anhand der oben genannten Ungenauigkeiten eine Vergleichsbasis zu schaffen, um eine nationale sowie internationale Gegenüberstellung von interfraktionären Unsicherheiten gewährleisten zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with various possibilities of verification in sterotactic cranial radiation therapy and shows the advantages and disadvantages of the respective modalities. Particular attention is paid to the difference between planar and volumetric imaging in the kV and MV voltage range. The ExacTrac 6D system consisting of two modules is discussed in a separate chapter and focuses on the advantages of non-X-ray verification by means of an infrared camera. Treatment procedures in radiation therapy require an extremely high precision in order to utilize the desired target area with the necessary overall thermal dose and to protect as much as possible organs at risk. In order to keep possible deviations as far as possible, individual storage devices are made in mask form for all patients in order to reduce movement sequences. In a preliminary study comparison different verification systems are compared and dose differences are explained. Interfractional movements processes such as tumor regression or changes on the mask material and their influence on irradiation accuracy are discussed using evaluated data from the University Hospital Krems. Between 01.07.2015 and 30.04.2017, 98 patients and a total of 875 data sets were subjected to a statistical evaluation, analyzed and compared with already published results of other hospitals. The aim is to record the actual state of the imprecisions mentioned at the University Hospital Krems and further to create a comparison basis. The results show systematic deviations of 1 mm, 1.4 mm and 1.7 mm with random error rates of -0.3 mm, 0.8 mm and -1.5 mm for lateral, longitudinal and vertical. Deviations in the roll, pitch and yaw rotations are within a range of 1 °, 0.8 ° and 1.1 ° for systematic inaccuracies, taking into account a random error component of -0.3 °, 0 ° and 0.3 °. The aim of this work is to create a comparative basis of the above mentioned inaccuracies in order to ensure a national as well as international comparison of interfractional uncertainties.