Titelaufnahme

Titel
Einsatz von angstreduzierenden Maßnahmen in der Magnetresonanztomographie
Weitere Titel
Use of anxiety-relieving methods in the magnetic resonance imaging
VerfasserWieland, Anja
GutachterSiegl, Eva
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)MRT / Klaustrophobie / Angststörungen / Stressreduktion / Angstreduktion
Schlagwörter (EN)mri / anxiety / claustrophobia / fear / stressreduction / patient tolerance
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Möglichkeiten angstreduzierender Maßnahmen, welche RT in der MRT zur Verfügung stehen, aufzuzeigen. Durch Begutachtung des psychologischen, psychotherapeutischen wie auch radiologisch-technischen Hintergrundes können die Anwendung und Wirksamkeit verschiedenster angstreduzierender Verfahren im MRT diskutiert und analysiert werden. Die Umsetzung von Gegenmaßnahmen mit geeignetem Equipment und alternativen Möglichkeiten sollen den Umgang und die Herausforderungen, mit welchen RT sowie PatientInnen in diesem Zusammenhang konfrontiert werden, verbessern.

Um die Forschungsfragen beantworten zu können, wurden eine Literaturrecherche und leitfadengestützte Expertinnengespräche mit einer klinischen Psychologin, einer Psychotherapeutin sowie einer erfahrenen RT durchgeführt. Für die Erstellung dieser Arbeit wurden einschlägige Fachbücher sowie Studien aus den Internetbibliotheken PubMed und ScienceDirect verwendet. Die gesamte verwendete Literatur beschränkt sich auf Veröffentlichungen aus dem Zeitraum von 2012 bis 2017 in deutscher und englischer Sprache.

Die Ergebnisse zeigen, dass AngstpatientInnen andere Verhaltensweisen beim Untersuchungsablauf zeigen. Es handelt sich dabei um natürliche Angst-Reaktionsmechanismen der betroffenen Personen. Die Anzeichen für Angst sind individuell verschieden. Die Herausforderungen für RT in der Zusammenarbeit mit AngstpatientInnen liegen im Zeitmanagement sowie in den unterschiedlichen Reaktionen und Ansprüchen der PatientInnen. Widerstände, Proteste und Gegenwehr der Betroffenen wirken sich negativ auf das Arbeitsumfeld aus.

Die wichtigsten Maßnahmen in der Zusammenarbeit mit AngstpatientInnen sind die direkte und richtige Kommunikation. Die mündliche Aufklärung oder Informationsblätter sollten primär auf die positiven Aspekte des MRT-Gerätes hinweisen.

PatientInnen in der MRT sollten nicht auf ihre Angst angesprochen werden. Frauen neigen häufiger dazu ihre Angst zu zeigen als Männer. Männer verdeutlichen ihre Angst eher durch eine verstimmte Gefühlslage oder versuchen, sie zu überspielen. RT sollten den PatientInnen vermitteln, dass Angst etwas allgemein Menschliches ist. Es handelt sich bei der MRT-Untersuchung um eine Ausnahmesituation, in der sich die Menschen befinden, dabei sind sie hellhörig und nehmen das Umfeld intensiver sowie sensibler wahr. Das sollten RT im Arbeitsalltag immer berücksichtigen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to present the possibilities of incisive measures, which are available in the MRT. By evaluating the psychological, psychotherapeutic as well as radiological background, the application and effectiveness of various anxiety-relieving methods in the MRT can be discussed and analysed. The implementation of countermeasures with suitable equipment and alternative options is intended to improve the handling and challenges faced by radiographers as well as patients in this context.

In order to be able to answer the research questions, a literature research and guided-based interviews with a clinical psychologist, a psychotherapist and an experienced radiographer are conducted. Furthermore relevant textbooks and studies from internet libraries, such as PubMed and ScienceDirect, were used. The entire literatures are limited from 2012 to 2017 and were searched in German and English language.

The results of this thesis contain the fact that anxious patients show different behaviours during the examination. In this situation, the patients show natural anxiety-response mechanisms. The signs of anxiety are different from patient to patient. The challenges, radiographers are confronted with, affect time management as well as reactions and demands of the patients. Resistance and protests of the patients have a negative impact on work environment.

The most important measures in cooperation with anxiety patients are direct and correct communication. Verbal enlightenments or information sheets should primarily point to the positive aspects of the MRI device.

Patients, who undergoe a MRI procedure, should not be confronted verbally with their anxiety. In general, women are more likely to show their fear than men. Men tend to express their anxiety by a distracted emotional state or by trying to overact their fear. Radiographers should confront the patients with the fact that anxiety is a part of natural human behaviour. Patients are located in an exceptional situation, in which their senses are more sensitive to the environment. This should always be considered by radiographers.