Titelaufnahme

Titel
Sonographische Darstellung der Perfusionsstörung des Truncus cerebri bei „Sudden Infant Death Syndrom“
Weitere Titel
Sonography of the perfusion disturbance of the cerebral trunk in "Sudden Infant Death Syndrome"
VerfasserKerekes, Barbara
GutachterKraus, Barbara
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)SIDS / plötzlicher Kindstod / Perfusionsstörungen des Truncus cerebri / Doppler Sonographie in der Pädiatrie / Sleep Apnoea and Oxidative Stress / Minderperfusion des Hirnstammes / Störung des Serotoninstoffwechsels / Transkranielle Dopplersonographie / Clostridium botulinum
Schlagwörter (EN)Pacifier / Dummy / smoke exposure and children´s health / Infant Botulism and Sudden Infant Death Syndrom / Sudden Infant Death Syndrom
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem zentralen Thema „Sudden Infant Death Syndrom“. Unter diesem Synonym stehen noch heute weitere Bezeichnungen wie „Wiegentod“ und „Kindstod“. Im englischen Sprachraum werden Definitionen wie „crib death“, „cot death“, „Sudden death in Infancy“ oder auch „Sudden Unexpected Infant Death“ benützt. Diese Begriffserklärung wurde erstmals 1969 auf der Second International Conference on Causes of Sudden Infant Death Syndrom in Seattle, von J. Bruce Beckwith, MD geprägt, und stellt bis heute eine Ausschlussdiagnose dar. Der plötzliche Kindstod tritt in allen Bevölkerungsschichten gleich häufig auf und betrifft überwiegend Kinder zwischen dem zweiten und sechsten Lebensmonat. Verschiedenste Faktoren und Umwelteinflüsse stehen unter Verdacht als Mitauslöser in Betracht zu kommen. (1)

National und international wurden Präventionsmaßnahmen in Form von Aufklärungskampagnen für Eltern und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Gesundheitsberufen entwickelt, die auf mögliche Auslöser hinweisen. Einer der beschriebenen Risikofaktoren ist die Bauchlage zur Schlafenszeit. Bei Anomalitäten im Bereich des kraniozervikalen Übergangs besteht der Verdacht auf eine Komprimierung der Vertebralarterien, die bei Kopfrotationen zu einer Minderperfusion des Truncus cerebri führen kann. Als diagnostisches Untersuchungsverfahren wird in dieser Arbeit die nicht invasive Dopplersonographie beschrieben. Mit dieser Methode werden an Kindern mit erhöhtem Risiko lageabhängige Blutflussmessungen durchgeführt. Die Darstellung der Blutversorgung wird über die geöffnete Fontanelle des Säuglings ermöglicht. Bei dieser transkraniellen Dopplersonogaphie werden in verschiedenen Lagepositionen die maximale und die mittlere Flussgeschwindigkeit der zerebralen Arterien gemessen. Der Ausgangswert mit Mittelstellung des Kopfes wird als Neutralposition gewertet und entspricht mit 100% als dem individuellen Normalwert des Säuglings. Im Normalfall ist der Blutfluss in der Arterie basilaris lageunabhängig. Liegen jedoch Anomalitäten an den Vertebralarterien vor, können diese pathologische Blutströmungen verursachen. Nach Filiano et al. ist mit dem „Triple Risk Model“ eines plötzlichen Säuglingstod gegeben wenn drei Faktoren direkt zusammen spielen. (2,3)

Nachforschungen über Risikofaktoren und Kategorien in vorhanden Studien und Fachartikel gestatten eine detaillierte Übersicht.

Zusammenfassung (Englisch)

This work deals with the central topic “Sudden Infant Death Syndrom”. Under this synonym name are still further names like “Wiegentod” und “Kindstod”. In the English language, definitions such as “crib death”, “cot death”, and “Sudden death in Infancy” or “Sudden Unexpected Infant Death” are used. It is an exclusion diagnosis and this definition was first mentioned by J. Bruce Beckwith, MD in 1969 at the Second International Conference on Causes of Sudden Infant Death Syndrom in Seattle. Sudden child death occurs equally frequent in all population groups, mainly affecting children between the second and sixth month of life. Various factors and environmental influences are to be considered under suspicion as co-initiators. (1)

Nationally and internationally, prevention measures have been developed in the form of educational campaigns for parents and employees in health care professions, which point to possible triggers. One of the described risk factors is the prone position at bedtime. In the case of abnormalities in the area of the cranio-cervical transition, the compression of the vertebral arteries, which can lead to a reduced perfusion of the truncus cerebri during head rotations, is suspected. The non-invasive Doppler sonography is described as a diagnostic examination method. With this method, position-dependent blood flow measurements, can rule out children with increased risk. The presentation of the blood supply is made possible by the open fontanelle of the infant. In this transcranial double sonography, the maximum and the mean flow velocity of the cerebral arteries are measured in different positions. The initial value of the center position of the head is evaluated as a neutral position and corresponds to 100% as the individual normal value of the infant. In the normal case, the blood flow in the basilar artery is independent from the position. However, if there are abnormalities in the vertebral arteries, these pathologic blood currents may be caused. According to Filiano et al. The "triple risk model" of a sudden infant death is given when three factors interact directly. (2,3)

Investigations on risk factors and categories in existing studies and specialist articles provide a detailed overview.