Titelaufnahme

Titel
Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) zur Darstellung sexueller Stimulation und Orgasmus im Gehirn bei Frauen und Männern
Weitere Titel
Functional magnetic resonance tomography (fMRI) for the representation of sexual stimulation and orgasm in the brain in women and men
VerfasserWieland, Anja
GutachterSiegl, Eva
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)fMRT / Sexualität / Orgasmus / sexuell* / Gehirn / sexuelle Stimulation
Schlagwörter (EN)„fMRI” in Kombination mit / „orgasm*” / „brain” / „sexual arousal” / „sexual stimuli” / „genitalia” / „visual sexual stimuli” / „sexual behavior” / „sexual desire” / „neuroanatomy”
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der Arbeit ist es, den aktuellen Stand der Forschung in Bezug auf die bildgebende Darstellung sexueller Stimulation sowie des Orgasmus bei Frauen und Männern mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) vorzustellen und die dabei erlangten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse aufzuzeigen. Diese Arbeit spiegelt eine reine Literaturrecherche wider und wurde anhand von Studien aus diversen Internetbibliotheken sowie einschlägiger Fachliteratur verfasst. Hierfür wurde beispielsweise mittels englischer Suchbegriffe: „fMRI“ in Kombination mit „orgasm*“, „sexual arousal“, „sexual stimuli“, und unter Anwendung deutscher Suchbegriffe, wie „fMRT“ kombiniert mit „Sexualität“, „sexuell*“, „Gehirn“, „Orgasmus“, „sexuelle Stimulation“, unter Berücksichtigung des Zeitraumes von 2011 bis 2016, in diversen Bibliotheks- und Onlinedatenbanken, Literaturrecherche betrieben.

Verschiedenste Studien erforschten die sexuelle Stimulation sowie den Orgasmus bei Frauen und Männern, sowohl mit der fMRT als auch mittels anderen bildgebenden Technologien, wie beispielweise PET (Positronen-Emissions-Tomographie), SPECT (Single-Photon-Emissions-Computertomographie), oder EEG (Elektronenenzephalographie). Die fMRT ist dabei die verbreitetste Methode. Vorwiegend kam der BOLD-Effekt (blood oxygenation level dependent) zum Einsatz. Das am häufigsten angewendete Stimulationsmedium ist die Betrachtung von Video- und Bildmaterial mit sexuellem oder erotisch anregendem Inhalt. Auch die Wahl eines geeigneten Paradigmas spielt eine entscheidende Rolle bei der Durchführung.

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl kortikale als auch subkortikale Gehirnregionen aktiviert werden und ein Zusammenhang mit der Messbarkeit von anderen lustvollen Tätigkeiten besteht. Sexuelle Stimulation und Orgasmus sind multi-dimensionale Erfahrungen, welche kognitive, emotionale, physiologische und motivationale Aspekte beinhalten. Die fMRT dient dabei als Schnittstelle zwischen mentalen und physiologischen sexuellen Vorgängen.

Durch die immer höheren Feldstärken der Magneten wird die fMRT in Zukunft auch im Bereich der Sexualforschung weiter an Bedeutung gewinnen. Dabei ist der Einsatz aktiver Paradigmen zu empfehlen. Betrachtet man die gesellschaftliche Relevanz sind noch weitere, tiefergehende Untersuchungen notwendig, denn ein besseres Verständnis neuronaler Vorgänge trägt dazu bei, sexuelle Störungen und Krankheiten zu verstehen und lösen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this paper is to illustrate the current state of research with regards to medical imaging methods of women’s´ and men´s orgasms by means of functional magnetic resonance imaging (fMRI) and to demonstrate attained neuroscientific findings. For this purpose, miscellaneous libraries and online data-banks were searched for english key words such as “fMRI”, in combination with “orgasm”, “sexual arousal” or “sexual stimuli” or german key words such as “fMRT”, in combination with “Sexualität“, “sexuell*“, “Gehirn“, “Orgasmus“, „sexuelle Stimulation“, in the time frame of 2011 to 2016. Specialised literature in German and English was consulted.

Although many studies relied on other medical imaging methods. For instance: PET (positron-emissions-tomography), SPECT (single-photon-emissions-computed-tomography), or EEG (electroencephalography).

fMRI, as a non-invasive method, was used most often. Thereby, the BOLD-effect (blood oxygenation level dependent) was mainly deployed. The most frequent medium of stimulation is eyeing video and photo material with sexually and erotically arousing content. Moreover, the choice of an appropriate paradigm is key determining in performing an fMRI examination.

The findings show that cortical as well as subcortical areas of the brain are activated and that there is a measurable connection to other arousing activities. Sexual stimulation and orgasm are multi-dimensional experiences, which include cognitive, emotional, physiological and motivational aspects. Thereby the fMRI serves as a connection between mental and physiologically sexual processes.

Due to the increasing magnetic field intensity, fMRI will prospectively gain more importance in the field of sexology. Generally the choice of active paradigms is recommended. Taking a look at social relevance more specific examinations are necessary. As a result, a better understanding of neural processes, sexual dysfunctions and disease can be obtained.