Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen von hormonellen Kontrazeptiva auf das unreife Becken der adoleszenten Frau
Weitere Titel
The effect of hormonal contraceptives between adolescence on the pelvic bone
VerfasserSimon, Imola-Christa
GutachterKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Erschienen2017
Datum der AbgabeJanuar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Adoleszenz / hormonelle Kontrazeptiva / Knochendichte / Beckenanomalie
Schlagwörter (EN)adolescence / hormonal contraceptives / peak bone mass / aberration of the pelvic
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Thema: Die vorliegende Bachelorarbeit 1 befasst sich mit den Auswirkungen von hormonellen Kontrazeptiva auf das unreife Becken der adoleszenten Frau. Es wird ein Zusammenhang zwischen früher Anwendung von kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK) mit einem Ethinylestradiol (EE) - Gehalt von 0,02 beziehungsweise 0,03 mg und dem negativen Effekt auf Knochenwachstum, sowohl Knochendichte als auch Längenwachstum, mit der Fragestellung hergestellt, ob und welche Folgen durch die Einnahme von KOK in der Geburtshilfe entstehen können.

Methodik: Der theoretische Zugang wurde durch Literaturrecherche unter klar definierten Ein- und Ausschlusskriterien in namhaften Datenbanken durchgeführt. Den Praxisbezug ergänzt ein Expertinneninterview. Um die Aktualität der Thematik zu verdeutlichen, wurde eine systematische Datenerhebung der verfügbaren KOK (Stand: November 2016) mit Erhebung des EE-Gehalts durchgeführt.

Diskussion: 51 Studien, Reviews, Fachartikel und Literaturquellen zeigen auf, dass KOK, neben genetischer Disposition und Umweltfaktoren, einen Einfluss auf das Knochenwachstum in der Adoleszenz haben. Als einzigen Aspekt lässt sich die Einnahme von KOK nicht betrachten.

Conclusio: Niedrig dosierte KOK haben einen negativen Einfluss auf die Knochendichte. Diese Problematik ist jedoch reversibel. Um negativen Outcomes in der Geburtshilfe entgegenzuwirken, wäre es wünschenswert Aufklärung der Adoleszentinnen zu Sexualmedizin durchzuführen, den eigenen Wissensstand über präventive Maßnahmen sowie Behandlungen des Beckens zu erweitern und die Betrachtung des Beckens in der Schwangerenvorsorge zu implementieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Issue: This paper deals with the effect of combined oral contraceptives between adolescence on peak bone mass, particularly on the pelvic bone. The aim of the bachelor thesis is, to show a relationship between low-dose oral contraceptives containing 0,02 to 0,03 mg Ethynilestradiol (EE) and the peak bone mass of adolescents.

Methods: The theoretical approach consisted of an extensive literature review of relevant medical databases. To demonstrate the topic's relevance to practice an expert interview was done in addition to a systematic data collection on all available combined oral contraceptives.

Discussion: A total of 51 studies, reviews and other reviews show that combined oral contraceptives, along with genetic disposition and environmental factors, influence the bone growth in adolescents. Combined oral contraceptives can not be seen as the only influential factor.

Conclusion: Low dose combined oral contraceptives have a negative impact on bone density, but it's influence is reversible. To prevent negative obstetric outcomes, it is advisable to educate adolescents on contraceptives as well as to improve one's knowledge on preventive measures and treatments of the narrow pelvis and to implement the examination of pelvis for abnormal shape and size in prenatal care.