Titelaufnahme

Titel
Erhebung des aktuellen Wissensstands: Gehen mit Hypermobilität - Die Auswirkungen auf das Kniegelenk in der Standbeinphase
Weitere Titel
Elicitation of the current state of knowledge: Gait deviations in people with hypermobility - The effects on the knee joint in the stance phase
VerfasserZiegler, Eva
GutachterZajicek, Monika
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Gangbild eines erwachsenen Menschen entspricht einer bestimmten Norm. Dieses Bild unterliegt dem ökonomischen Prinzip der maximalen Leistung bei minimalem Kraftaufwand und minimalem Materialverschleiß.

Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Koordination haben eine Auswirkung darauf, ob ein Mensch ein physiologisches Gangbild hat.

Aus verschiedenen Gründen kann es dazu kommen, dass das Gangbild eines Menschen von der Norm abweicht.

Einer dieser Gründe ist Hypermobilität. Eine generalisierte Hypermobilität ist von hoher Bedeutung für die Funktion der menschlichen Gelenke. Die Überbeweglichkeit führt zu muskulären Dysbalancen und Koordinationsproblemen. In weiterer Folge können sekundäre Gelenkseinschränkungen entstehen.

Diese Veränderungen lassen vermuten, dass es beim Gehen zu einer Veränderung der Gelenkswinkel und der muskulären Aktivität kommen kann.

Eine veränderte Biomechanik beim Gehen kann zu höherem Kraftaufwand und höherem Materialverschleiß führen. Am häufigsten davon betroffen ist das Kniegelenk.

Besonders in der Standbeinphase ist anzunehmen, dass es durch Hypermobilität zu veränderten Drehmomenten kommen kann. Höhere Drehmomente führen zu höherer Belastung und somit zu einem erhöhten Arthrose-Risiko.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Auswirkungen Hypermobilität auf das Kniegelenk in der Standbeinphase hat.

Weiters soll beantwortet werden können in welche Richtungen und zu welchen Zeitpunkten der Standbeinphase es Abweichungen bezüglich der Gelenkswinkel gibt, ob es dadurch zu signifikant größeren Drehmomenten und somit zu erhöhter Krafteinwirkung auf das Gelenk kommt und welche Muskeln dabei vermehrt / vermindert / früher / später aktiviert werden.

Ziel ist es, herauszufinden, in welcher Art die Biomechanik und somit die Belastungen, im Vergleich zu einem physiologischen Gangbild, verändert sind, um daraus auf eine gezielte Behandlung schließen zu können.

Mit dem Wissen über die Veränderungen von Gelenkswinkeln, Muskelaktivität und Drehmomenten, die auf das Kniegelenk einwirken, kann ein Therapeut Rückschlüsse ziehen, welche Muskeln gekräftigt werden müssen.

Ziel in der Physiotherapie ist es, bei bekannter Hypermobilität, Defizite zu erkennen und durch gezieltes Training und Gangschulung ein physiologisches Gangbild zu erreichen.