Titelaufnahme

Titel
Wer heilt hat Recht? : Wirkmechanismen des Placeboeffekts und ihre Relevanz für das physiotherapeutische Handeln im Kontext Schmerz
Weitere Titel
Mechanisms of the placebo effect and their relevance for the physiotherapeutic practice in the context of analgesia
VerfasserKalina, Nizan
GutachterBenczur-Juris, Sabine
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Placebo / Plazebo / Placeboeffekt / Plazeboeffekt / Physiotherapie / Analgesie / Schmerz / Schmerzreduktion
Schlagwörter (EN)placebo / placebo effect / physiotherapy / physical therapy / analgesia / analgesic / pain / pain reduction
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext/ Ziele/ Fragestellung:

Der Placeboeffekt begegnet Physiotherapeuten/-innen nicht nur im Rahmen randomisierter placebokontrollierter Studien, sondern auch als eigenständiges Phänomen ihres Berufsalltags. Die vorliegende Arbeit stellt die geläufigsten Erklärungsmodelle für das Entstehen von Placeboeffekten vor und diskutiert ihre Überschneidungen, Schnittmengen und Widersprüche. Anschließend werden diese Modelle auf ihre Relevanz für die Physiotherapie hin untersucht und eine Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse geprüft um abschließend konkrete Handlungsstrategien für einen zielgerichteten Einsatz im physiotherapeutischen Alltag anzubieten.

Suchstrategie:

Die vorliegende Arbeit ist eine nicht-empirische Forschungsarbeit und stützt sich auf eine Literaturrecherche in den medizinischen Datenbanken PEDro, PubMed, Cochrane und ScienceDirect. Detaillierte Suchkriterien und Ein-/Ausschlusskriterien sind Kapitel 4 zu entnehmen.

Hauptergebnisse:

Placebomechanismen sind von entscheidender Bedeutung in der Physiotherapie und können helfen den Therapieerfolg, unterstützend zur eigentlichen Therapie, zu optimieren. Die verschiedenen Erklärungsansätze zur Entstehung von Placeboeffekten sollten nicht isoliert betrachtet werden, sondern als ein komplexes sich ergänzendes Konglomerat. Insbesondere die psychosozialen Mechanismen weisen eine hohe Relevanz und einen starken Praxisbezug für die Physiotherapie auf.

Schlussfolgerung:

Eine geschulte, zielgerichtete Kommunikation von Therapeuten/-innenseite ist essentiell um das Wissen um Placeboeffekte gezielt in der Physiotherapie komplementierend zum Einsatz zu bringen. Hierbei ist ein Eingehen auf die Erwartungen und die Motivation besonders entscheidend.

Zusammenfassung (Englisch)

Context / Intention / Question:

Physiotherapists are confronted with the placebo-effect not only in the context of randomized controlled trials but also as a distinct phenomenon occuring in their daily practice. This paper points out the most significant explanations for the occurrence of placebo effects and discusses their overlaps, intersections and contradictions. Those explanations are further examined for their particular relevancy for physiotherapy and their transferrability into practice concluding with specific strategies for the purposeful application of the gained knowledge in the daily physiotherapeutic setting.

Method:

This thesis is non-empirically and based on an extensive literature research in the medical databases PEDro, PubMed, Cochrane and ScienceDirect. Detailled search criteria as well as inclusion and exclusion criteria are elaborated on in chapter 4.

Results:

Placebo mechanisms are of crucial significance in physiotherapy and can support the actual intervention, helping to optimize therapeutic outcomes. The different explanatory approaches for placebo effects should not be considered isolated, but rather as a complex conglomerate of complementary mechanisms. The psychosocial mechanisms involved in placebo effects exhibit a particularly high physiotherapeutical relevance and a strong applicability in practice.

Conclusion:

A trained, goal-oriented communication of physiotherapists is essential to deploy the knowledge about placebo effects in a complementary manner in the therapeutic setting. Especially catering to a patient’s expectancy and motivation serve as critical factors.