Titelaufnahme

Titel
Mit dem Sterben leben: Wie erleben Menschen am Ende ihres Lebens Veränderungen der Handlungsrollen und Handlungsperformanz? - Ein Literaturreview
Weitere Titel
Living with death: How people experience changes in their occupational roles and occupational performance - A literature review
VerfasserHilger, Nicola
Betreuer / BetreuerinMosor, Erika
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Palliative Care / Fortgeschrittene tödliche Krankheit / Bedeutungsvolle Betätigung / Partizipation
Schlagwörter (EN)Palliative Care / Terminal illness / Meaningful occupation / Participation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung/Ziel: Aufgrund der alternden Gesellschaft wird der Gesundheitsbereich mit der Situation von mehr betreuungsbedürftigen Menschen am Ende ihres Lebens konfrontiert sein. Durch die Auseinandersetzung mit der Lebenssituation sterbender Menschen, stellte man fest, dass KlientInnen am Ende ihres Lebens mit dem Verlust früherer Handlungsrollen, Betätigungen und Fähigkeiten konfrontiert sind. Deshalb sind die Identifikation und der Erhalt von bedeutungsvollen Betätigungen auch in dieser Lebensphase von hoher Relevanz. Das Ziel dieser Arbeit war es zu beleuchten, wie Menschen am Ende ihres Lebens Veränderungen der Handlungsrollen und der Handlungsperformanz erleben.

Methode: Literatur wurde anhand definierter Ein- und Ausschlusskriterien gesichtet und selektiert. Insgesamt wurden sieben Studien analysiert, kritisch bewertet sowie miteinander verglichen.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen am Ende ihres Lebens mit Veränderungen der Handlungsrollen, am subjektiv stärksten, in den Bereichen Produktivität und Freizeit zu kämpfen haben. Außerdem werden Veränderungen der Handlungsperformanz auf physischer, psychischer, sozialer und spiritueller Ebene wahrgenommen.

Schlussfolgerungen: Die Entwicklung einer Struktur für den Alltag, um Routinen aufrechterhalten zu können, die Organisation des Alltages aufgrund des Energieverlustes durch Fatigue-Management, sowie das Finden von Coping-Strategien ,unter Einbeziehen des sozialen Kontextes, stellen wichtige Aspekte für die ergotherapeutische Arbeit dar. Ergotherapie am Ende des Lebens ermöglicht es, bedeutungsvolle Betätigungen zu identifizieren und zu erhalten, um die Alltagskompetenz und Zufriedenheit in diesem Lebensabschnitt zu gewährleisten

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Due to an aging society health care professionals will be confronted with the situation of more people dying and requiring care at the end of their lives. People with a terminal illness are confronted with loss of function, occupation and roles. This leads to the urgent demand to identify and maintain meaningful occupation.

Aim: Aim of this review was to illuminate how people, who are dying, experience changes in their occupational performance and occupational roles at the end of their lives.

Methods: On the basis of inclusion criteria, relevant records were identified and screened. A total of seven studies were analyzed, appraised and synthesized.

Results: People, at the end of their lives, have to cope with changes of their occupational roles, especially in the components productivity and leisure. What is more, participants experience physical, psychosocial, emotional and spiritual changes in their occupational performance.

Conclusion: Structuring every day life to maintain daily routines, organizing everyday life because of fatigue and exhaustion trough fatigue-management and finding coping-strategies are vital aspects, which an occupational therapist should address. Occupational therapy at the end of life facilitates meaningful occupation to experience a sense of competence and life satisfaction in this late period of life.