Titelaufnahme

Titel
Koliken des Neugeborenen
Weitere Titel
Infantile colics
VerfasserGehmair, Magdalena
GutachterWallner, Katharina
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Koliken / exogene Faktoren / Rauchen / maternale Ernährung in der Stillzeit / maternale Depressionen und Distress
Schlagwörter (EN)colics / exogenous factors / smoking / maternal nutrition during lactation period / maternal Depression and distress
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung: Im Bezug auf Koliken sind die Pathogenese sowie der Einfluss von exogenen Faktoren weitgehend ungeklärt. Es besteht die Notwendigkeit die Bedeutung des Einflusses verschiedener Faktoren zu klären, um effektive Therapiemaßnahmen und Herangehensweisen an die Behandlung von Koliken zu entwickeln.

Ziel: Ziel der vorliegenden Arbeit ist es den Einfluss von wesentlichen exogenen Einflussfaktoren auf die Entstehung von kindlichen Koliken zu betrachten und zu eruieren.

Methode: Zur Erschließung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage wurde die Herangehensweise in Form eines Literatur-Reviews gewählt. Dazu wurden folgende medizinische Datenbanken konsultiert: PubMed, CINAHL, Livivo, Thieme, Cochrane Library, MIDIRS, Medline, Schience Direct, Google Scholar. Weiters wurden zum Erlangen aktueller Zahlen die Berichte über soziodemographische und sozioökonomische Determinanten von Gesundheit (2016), die Bevölkerungserhebung von Substanzgebrauch (2015), der Österreichische Frauengesundheitsbericht (2011) und der Bericht über Geburtshilfe in Österreich (2015) herangezogen.

Ergebnisse: Als wesentliche Faktoren erwiesen sich im Rahmen der Literaturrecherche die Rauchexposition des Kindes in der Schwangerschaft und postpartum, hierbei gilt ausschließliches Stillen postpartum als protektiver Faktor.

Auch Depressionen der Mutter, vor-, und nach der Geburt sowie maternaler Distress in der Schwangerschaft wirken sich negativ auf die Entstehung von Koliken aus. Ein erhöhtes Risiko für Koliken beim Neugeborenen besteht auch bei depressiven Symptomen des Vaters.

Die maternale Ernährung bei voll gestillten Kindern nimmt dann einen negativen Einfluss auf die Entstehung von Koliken, wenn beim Neugeborenen eine Nahrungsmittelallergie vorliegt. Unabhängig von einer Nahrungsmittelallergie sind voll gestillte Kinder häufiger von Koliken betroffen wenn die Mutter Gemüse der Gruppe der Kreuzblütler verzehrt. Es ist für Hebammen von großer Relevanz das Umfeld des Kindes bereits vor der Geburt auf das Vorliegen von negativen exogenen Einflüssen zu prüfen und diese zu kennen, um Koliken präventiv entgegenzuwirken beziehungsweise aktiv prophylaktisch agieren zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Objectives: Concerning colics, pathogenesis as well as the influence of exogenous factors remain widely unclear. There is necessity given, to clarify the meaning of the influence of exogenous factors, in order to educe effective strategies for evidence based approach and effective therapy strategies.

Aim: The aim of the present paper, is to assess the influence of essential exogenous factors on the development of infantile colics.

Method: Literary research and analysis were chosen to answer the research question. Following medical databases have been consulted: PubMed, CINAHL, Livivo, Thieme, Cochrane Library, MIDIRS, Medline, Science Direct and Google Scholar. In order to gain current figures, the reports about sociodemographic and socio-economic determinants of health (2016), population survey about substance use (2015) the Austrian report about womens health (2011) as well as the report of obstetrics in Austria (2015) have been consulted.

Results: Smoke exposure during pregnancy and postpartum, is an essential exogenous factor, exclusive breastfeeding is known as a preventive factor to decrease the risk of colics, when the child is or has been exposed to cigarette smoke.

Mother’s depression during pregnancy and after birth, as well as maternal distress during pregnancy have negative influence on the genesis of infantile colics. In addition, studies have shown that also depressive symptoms of the father increase the risk of IC.

Maternal nutrition has a substantial influence on exclusively breastfed newborns if they suffer from food allergies. Irrespectively of food allergies, the mother’s consume of cruciferous vegetables increases the risk of infantile colics.

For midwifes it is important to know about exogenous factors as well as to evaluate the child’s environment already before birth in order to examine the presence of those. The aim is to antagonize colics preemptively and act actively against them.