Titelaufnahme

Titel
Das Einschätzen des fetalen Gesundheitszustandes anhand des Zählens von Kindsbewegungen im dritten Trimenon
Weitere Titel
Fetal movement counting and the evaluation of fetal wellbeing in the third trimester
VerfasserLeuthold, Rosita
Betreuer / BetreuerinKayer, Beate
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Fetaler Gesundheitszustand / Intrauterine Wachstumsrestriktion / Kindsbewegungen / Zählen von Kindsbewegungen
Schlagwörter (EN)fetal wellbeing / intrauterine growth restriction / fetal movements / fetal movement counting
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund

Kindsbewegungen werden als Indikator für fetale Entwicklung und Gesundheit angesehen. Schwangere beurteilen Kindsbewegungen intuitiv, und sind instinktiv beunruhigt, wenn sie eine deutliche Reduktion der Kindsbewegungen wahrnehmen. Eine Abnahme der Kindsbewegungen kann auf fetale Beeinträchtigung wie zum Beispiel intrauterine Wachstumsretardierung oder bevorstehenden intrauterinen Fruchttod hinweisen. Um reduzierte Kindsbewegungen besser erfassen zu können, wird das Zählen von Kindsbewegungen als mögliche Screening-Methode für die schwangere Allgemeinbevölkerung diskutiert.

Ziel

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob allen Schwangeren das Zählen von Kindsbewegungen empfohlen werden sollte, um fetale Gesundheitsbeeinträchtigungen rechtzeitig feststellen zu können.

Methode

Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken vorgenommen. Relevante Studien wurden nach der kritischen Lesemethode nach Stahl (2008), und inkludierte Leitlinien mithilfe des AGREE II Instruments von Brouwers et al. (2010) analysiert.

Ergebnisse

Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass das Zählen von Kindsbewegungen zu einer verbesserten Identifikation fetaler Gesundheitsbeeinträchtigungen führt. Die Studien kamen eher zum Schluss, dass gesteigerte maternale Wahrnehmung und einheitliche Leitlinien für das relevante Fachpersonal zu einer erhöhten Identifikation von intrauteriner Wachstumsrestriktion führen und die prä- und perinatale Mortalität senken.

Zusammenfassung (Englisch)

Background

Fetal movements are regarded as an indicator of fetal development and fetal wellbeing. Women intuitively interpret these movements and are instinctively concerned when they notice a significant reduction of movements. A decrease in fetal movements can indicate fetal compromise such as intrauterine growth restriction or impending intrauterine death. Fetal movement counting is discussed as a possible screening tool for reduced fetal movements.

Objective

This thesis aims to answer the question whether fetal movement counting should be suggested to the general pregnant population in order to identify fetal compromise in time.

Method

A literature research was undertaken in various databases. Studies were analyzed according to Stahl (2008), and guidelines were analyzed using the AGREE II instrument by Brouwers et al. (2010).

Results

There is insufficient evidence on whether fetal movement counting leads to a better identification of fetal compromise. Results indicate that it is more likely that improved maternal awareness towards fetal movements and uniform guidelines for medical staff are central to an enhanced identification of intrauterine growth restriction and can reduce pre- and perinatal mortality.