Titelaufnahme

Titel
Das Syndrom der polyzystischen Ovarien und Kinderwunsch
Weitere Titel
Polycystic Ovary Syndrome and Fertility
VerfasserLangmaier, Anita
Betreuer / BetreuerinKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Polyzystisches Ovarialsyndrom / Syndrom der polyzystischen Ovarien / Infertilität / Kinderwunsch / Schwangerschaft
Schlagwörter (EN)Polycystic Ovary Syndrome / Fertility / Pregnancy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine häufige, endokrine Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter und der häufigste Grund für anovulatorische Infertilität. Obwohl die erste Beschreibung des Syndroms lange zurückliegt, ist die genaue Ursache bis heute nicht geklärt. Die Symptomatik ist vielfältig, meist zeigt sich das Syndrom jedoch in Zyklusstörungen, Hyperandrogenämie, sonografisch darstellbaren polyzystischen Ovarien, Insulinresistenz, Adipositas,

Hirsutismus und Infertilität. Die Autorin dieser Arbeit hat sich das Ziel gesetzt, einen Überblick über das Syndrom zu geben und die Therapiemöglichkeiten, vor allem in Bezug auf Kinderwunsch, herauszuarbeiten.

Methode: Es wurde eine umfangreiche Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken der FH Campus Wien und der Medizinischen Universität Wien betrieben. Außerdem wurde eine Handrecherche in diversen Bibliotheken durchgeführt.

Ergebnisse: Die Wahl der passenden Therapie hängt immer von verschiedenen Faktoren ab und sollte an die individuellen Therapieziele angepasst werden. Orale Kontrazeptiva regulieren den Zyklus und wirken sich positiv auf die Anzeichen der

Hyperandrogenämie aus. Mit Insulinsensitizern können metabolische und glykämische Probleme kontrolliert werden. Bei Kinderwunsch bietet sich für die Ovulationsinduktion eine Therapie mit Clomifen Citrat oder Gonadotropinen an. Falls dies keine Erfolge zeigt, gibt es die Möglichkeit einer Operation oder assistierten Reproduktion. Auch alternative Therapieansätze wie Akupunktur, Homöopathie oder Aromatherapie konnten Erfolge erzielen. Zur emotionalen Unterstützung können Psychotherapie oder Selbsthilfegruppen in Erwägung gezogen werden.

Conclusio: Die first-line Therapie bei Infertilität ist eine Lifestylemodifikation, sowohl als alleinige Form, wie auch in Kombination mit Medikamenten, das wäre die second-line Therapie. Bei dieser wird die Ovulation mit Clomifen Citrat oder durch Stimulation mit FSH induziert. Die third-line Therapie bei Infertilität wäre die assistierte Reproduktion.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Polycystic Ovary Syndrome (PCOS) is one of the most common endocrine diseases of women of reproductional age and furthermore the most common reason for anovulatory infertility. Although the first definition of the syndrome was given several years ago, the exact reason for it is still unknown. The symptoms vary, the most common are cycle disorders, hyperandrogeny, sonographically representable polycystic ovaries, insulin resistance, obesity, hirsutism and infertility. The main goal of the author is to give an overview of the syndrome as well as possible therapy options, especially for women

with the desire to have children.

Method: Literature review on data bases of the FH Campus Vienna and the Medical Univeristy of Vienna, as well as literature research in several other libraries.

Results: The choice for the right therapy depends on several different factors and should always be planned individually. Oral contraceptives regulate the cycle and affect signs of hyperandrogeny positively. Insulin sensitizers can be used to control metabolic and glycemic problems. Clomifen Citrat or Gonadotropins can be used as fertility treatment to induce ovulation. If this doesn’t work, the patient has the option of surgery and/ or assisted reproduction techniques. Alternative methods, such as acupuncture, homeopathy or aromatherapy are also known to be succesful therapy possibilities. Psychotherapy and self-help groups can be thought of as additional emotional support options.

Conclusion: The first-line therapy in case of infertility is a lifestyle modification, solely, as well as in combination with medication, this would be the second-line therapy. In this case the ovulation can be induced with Clomifen Citrat or through stimulation with FSH. The third-line therapy in case of infertility is assisted reproduction.