Titelaufnahme

Titel
Zwei Therapiemethoden und ihre Wirkungen auf die Fascia lata beim „Runner‘s Knee“ im Vergleich: : eine Literaturzusammenschau
Weitere Titel
A comparison of two therapeutic methods and their effects on the fascia lata with regard to the "Runner's Knee": A synopsis of related literature
VerfasserPregartner, Agnes
GutachterKundegraber, Manuela
Erschienen2017
Datum der AbgabeFebruar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch verschiedenste Ursachen kann es vor allem bei Läuferinnen und Läufern zum Ilio-tibialen Bandsyndrom (ITBS), auch „Runner‘s Knee“ genannt, kommen. Bei einer massi-ven Beeinträchtigung aufgrund von Schmerzen kann das Laufen für eine bestimmte Zeit nicht möglich sein. Für aktive Sportlerinnen und Sportler bedeutet dies eventuell eine Trai-ningspause für mehrere Wochen oder Monate.

Laufen als (Hobby)Sport hat in den letzten 30 Jahren weltweit stark zugenommen, da es ein kostengünstiger Sport ist, den man überall zu jeder Zeit ausüben kann. Dabei kann es gehäuft zu Verletzungen durch Überbeanspruchung, vor allem in der unteren Extremität, kommen. Das Iliotibiale Bandsyndrom (ITBS) ist bei Läuferinnen und Läufern die häufigste Verletzung auf der lateralen Seite des Knies. Die Inzidenz wird auf etwa 5-14% geschätzt- diese variiert aber aufgrund verschiedener Faktoren leicht (z.B. durch die Teilnehmergrö-ße, die Geschlechterverteilung oder die Trainingsintensität pro Woche der jeweiligen Studien).

Es gibt zurzeit keinen Konsens über die ideale Behandlung bei ITBS. Einige Techniken wie etwa das statische Dehnen oder die tiefe Friktionsmassage werden laufend in Studien auf ihre Wirkung untersucht. Eine evidenzbasierte „Goldstandard“-Therapie für die betroffenen Läuferinnen und Läufer ist noch nicht vorhanden.

Diese Arbeit soll dazu dienen, den Effekt einer aktiven Therapiemethode (in diesem Fall des statischen Dehnens) und einer passiven Methode (der Triggerpunkttherapie) aufzuzei-gen und diese miteinander zu vergleichen.

Um Patientinnen und Patienten mit einem diagnostizierten ITBS (im Leistungsbereich, so-wie im Hobbysport) optimal und mit schnellstmöglichem Erfolg therapieren zu können, ist es hilfreich, die dafür effektivste Behandlungsmethode zu kennen. Besonders bei Sportlerinnen und Sportlern, bei welchen die Regeneration nach einer solchen Verletzung mehre-re Monate in Anspruch nehmen kann, ist es besonders wichtig, dass die Therapeutinnen und Therapeuten bereits in einem frühen Erkrankungsstadium positiv auf die beeinträchtigte Struktur einwirken. Die Antwort auf meine zentrale Forschungsfrage kann sich auch auf den Therapieverlauf auswirken: Wenn die aktive Methode effektiver ist, besteht die Möglichkeit, die Patientinnen und Patienten mehrheitlich alleine trainieren zu lassen. Wenn die passive Methode jedoch mehr Erfolg bringt, kann es notwendig sein, die Therapiefrequenz zu erhöhen, um die Triggerpunkttherapie durchzuführen.

Weiters soll herausgefunden werden, ob eine Kombination der beiden Behandlungsmethoden zu einem rascheren Erfolg führt.