Titelaufnahme

Titel
Wachkoma: Am Rande des Bewusstseins leben
Weitere Titel
Persistent vegetative state: to live on the edge of consciousness
VerfasserCejka, Jessica Cristina
GutachterBurgmann, Karin
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Wachkoma / Basale Stimulation / Somatische Stimulation / Intensivpflege / Wahrnehmungsförderung / Beruhigende basal stimulierende Ganzkörperwaschung
Schlagwörter (EN)Vegetative persistent state / Apallic syndrome / Basal stimulation / Somatic treatment / whole body ablution
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ein gesunder Mensch steht ständig mit seiner Umwelt in Kontakt in dem er äußere Reize wahrnimmt und im Gehirn sinngebend verarbeitet. Menschen im Wachkoma weisen eine Schädigung des Gehirns auf und sind in ihrer Fähigkeit Reize aus der Umwelt wahrzu-nehmen schwer beeinträchtigt. Diese literaturbasierte Arbeit bietet einen Überblick über das Krankheitsbild des Wachkomas, deren Symptome und Auswirkungen auf die Wahr-nehmung der betroffenen Person. Außerdem zeigt diese Arbeit, wie die somatische basale Stimulation sich auf die Wahrnehmungsfähigkeit der betroffenen Personen auswirkt. Durch das Setzen von gezielten Reizen über sich selbst und ihrer Umwelt wird die Neu-bildung neuronale Vernetzungen im Gehirn gefördert, wodurch die Betroffenen, Schritt für Schritt die Umwelt besser wahrnehmen können. Insbesondere das somatische Angebot bietet dem wahrnehmungsbeeinträchtigten Menschen die Möglichkeit, durch gezielte Be-rührungen, seinen eigenen Körper und seine Körpergrenzen wieder wahrzunehmen. Ziel der Arbeit ist es interessierten Pflegepersonen das Konzept der Basalen Stimulation näher zu bringen. Im Übrigen wird ein Einblick über die vielfältige Wirkungsweise der soma-tischen Angebote auf Betroffene im Wachkoma ermöglicht, um dadurch das Bewusstsein für reflektierte Berührungen im Rahmen der Pflege zu erwecken. Zusätzlich soll ausge-hend von einem Fallbeispiel die Einsatzmöglichkeit der somatischen Stimulationsangebote direkt in den Pflegealltag dargestellt werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten somatische Angebote in den pflegerischen Alltag zu integrieren. Durch die veränderte Haltung von Pflegepersonen gegenüber der Funktion und den Nutzen alltäglicher pflegerischer Handlungen, wie beispielsweise der Ganzkörperwaschung, könnte diesen gewöhnlichen pflegerischen Interventionen ein therapeutischer Stellenwert zugeordnet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

A healthy human being is constantly in touch with his environment by perceiving external stimuli and processing them in the brain. Persons in a persistent vegetative state show a brain injury and their ability to perceive the environment’s stimuli will be affected by the said injury. This bachelor thesis offers an overview of the clinical picture of the persistent vegetative state, its symptoms, and its effects on the perception of the person concerned. Furthermore, this work examines the somatic basal stimulation’s impact on the person’s perceptive faculty. By putting specific stimuli, the formation of neuronal networking is sup-ported in the brain. Thus, the ability of these persons to perceive their environment will gradually improve. In particular, somatic stimulation offers the possibility to the perception-affected person to get to know his own body and its limits again through specific contact. This work aims to introduce interested carers to the concepts of basal stimulation. In addi-tion, an insight to the diverse mechanism/mode of action of the somatic treatments is pro-vided in order to raise awareness of reflected contact within care. Furthermore, the possi-ble application of the somatic stimulation in everyday care routine is presented based on a case study. There are numerous options of integrating somatic treatments in everyday care routine. This might succeed by changing the attitude of caregivers towards function and benefit of everyday care actions, such as whole body ablution, so that therapeutic values might be assigned to usual nursing interventions.