Titelaufnahme

Titel
Zu einem besseren Verständnis der ETV6/RUNX1-positiven Leukämien
Weitere Titel
Towards a Better Understanding of ETV6/RUNX1-Positive Leukemia
VerfasserLiehmann, Nadja
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Leukämie / ETV6/RUNX1 / ALL
Schlagwörter (EN)leukemia / ETV6/RUNX1 / ALL
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die chromosomale Translokation t(12;21), die bei ungefähr 20% aller akuten lymphatischen Leukämien (ALL) im Kindesalter nachgewiesen wird, resultiert durch die Fusion von ETV6 und RUNX1. Diese Leukämieform ist mit hoher Heilungschance assoziiert, jedoch weist ein hoher Anteil der betroffenen Kinder/Jugendlichen schwerwiegende Kurz- und Langzeitschäden, die in erster Linie auf die Toxizität der Chemotherapie zurückzuführen sind, auf. ETV6/RUNX1 ist nicht nur für die Entstehung der Leukämie sondern auch für deren Fortbestand wichtig. Der Einfluss von sekundären Aberrationen auf den Erhalt der Leukämie ist jedoch weitgehend unklar. In ETV6/RUNX1-positiven Leukämien stellt die Deletion des nicht rearrangierten ETV6 Allels die häufigste sekundäre Aberration dar. Um den Einfluss von ETV6 Deletionen zu untersuchen, wurde ein shRNA-vermittelter Knockdown (KD) von ETV6 in einer ETV6/RUNX- exprimierenden Zelllinie (Nalm6) durchgeführt. Die ETV6 KD Effizienz im Nalm6 System wurde auf transkriptioneller Ebene mittels qPCR überprüft. Ferner wurden ein Zellzyklusarrest (G0/G1) sowie eine Reduktion der S-Phase nachgewiesen. Die Tatsache, dass keine Zunahme der Apoptose erkennbar war, lässt auf eine reduzierte Proliferation schließen. Derzeit werden diese Ergebnisse bestätigt und ergänzt.

Zusammenfassung (Englisch)

The chromosomal translocation t(12;21) - generating the ETV6/RUNX1 fusion -, is detectable in approximately 20% of childhood acute lymphoblastic leukemia (ALL) cases and represents the most common chromosomal rearrangement in this age group. Despite a high cure rate with contemporary treatment protocols, a small proportion of cases suffer from a relapse and approximately half of the patients experience side and late effects, which predominantly result from treatment related toxicity. While the importance of ETV6/RUNX1 for leukemia initiation and maintenance is widely studied, the contribution of secondary alterations to the leukemia phenotype remains largely unexplored.

ALL cells harboring the ETV6/RUNX1 fusion gene often display a deletion of the non-rearranged ETV6 allele. As knowledge concerning the role of wtETV6 in ETV6/RUNX1-expressing leukemia is scarce, a lentiviral shRNA-mediated knockdown (KD) of ETV6 was performed in a genetically modified ALL cell line (Nalm6) that conditionally expresses ETV6/RUNX1 (Nalm6#2C).

ETV6 KD effects in the Nalm6 system were examined at the transcriptional and functional level. One week after transducing Nalm6 cells with a shRNA containing lentivirus, a substantial reduction of ETV6 transcripts was found, thereby confirming a successful KD. Functional read outs in ETV6/RUNX1-expressing Nalm6 cells revealed cell cycle (G0/G1) arrest but no increase in apoptosis suggesting reduction in proliferation. These findings are currently confirmed and extended.