Titelaufnahme

Titel
Reputationsrisiken in österreichischen Banken
Weitere Titel
Reputation risks in Austrian Banks
VerfasserLangmann, Daniel
GutachterKostic, Zoran ; Kaiser, Justina
Erschienen2017
Datum der AbgabeOktober 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Reputation / Bank / Risiko / Reputationsrisiko / Österreich
Schlagwörter (EN)reputation / bank / reputational risk / austria
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext und Fragestellung

Das Thema der Reputation bzw. der Reputationsrisiken bekommt in Hinblick auf die immer stärker wachsende Wirtschaft und Globalisierung eine immer größer werdende Bedeutung im Bereich des Bankensektors. Vor allem nach der Wirtschaftskrise rund um die Bankenskandale werden nun auch die Aufsichtsbehörden aufmerksam und planen in künftige Regelungen bereits die Berücksichtigung solcher Risiken mit ein. Die Ausgangssituation und Problematik dieser Bachelorarbeit setzen sich damit auseinander, inwieweit Reputationsrisiken im Bereich der Banken berücksichtigt werden. Außerdem stellt sich die Frage, mit welchen Werkzeugen, also so genannten Reputationsmodellen die Reputation gemessen und daraus unter anderem auch Risiken identifiziert werden und welche Modelle aus der Theorie für den Bankensektor anwendbar sind.

Ziele der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, eine fundierte Aussage treffen zu können, welche Reputationsmodelle für die Bankenbranche Relevanz haben. Weiters soll erhoben werden, wie die Thematik Reputation in den österreichischen Banken bereits berücksichtigt wird.

Theorie

Der erste Teil der Arbeit setzt sich mit der Theorie auseinander. Anhand des Standes der Forschung werden einige grundlegende literarische Werke sowie aktuelle Studien zum Thema beschrieben. Im Hauptteil der Arbeit werden die Reputation und das Reputationsrisiko im Allgemeinen erläutert und danach werden die wichtigsten Erfassungsmodelle beschrieben. Anhand eines selbst erstellten Analyserasters wird die Anwendbarkeit der Modelle in Hinblick auf den Bankensektor hinterfragt. Im Raster werden dazu Merkmale verwendet, die aus der davor beschriebenen Theorie abgeleitet wurden.

Der zweite Teil der Arbeit umfasst den empirischen Teil. Anhand von fünf Expertinnen- und Experteninterviews soll herausgefunden werden, inwieweit sich die österreichischen Banken mit dem Thema befassen und ob der Analyseraster für schlüssig befunden werden kann.

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Wissenschaftliche Methoden

Als Methoden werden eine theoretische Aufarbeitung des Themas anhand einer umfassenden Literaturrecherche und der Definition von forschungsleitenden Fragen und einer allgemeinen Forschungsfrage, angewandt. Im empirischen Teil wird die qualitative Methode des Interviews zur Erhebung der Ergebnisse angewandt. Die Interviews wurden anhand eines Interviewleitfadens geführt. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte durch eine qualitative Inhaltsanalyse.

Ergebnisse

Die Auswertungen der Expertinnen- und Experteninterviews haben ergeben, dass man sich der Wichtigkeit des Themas bewusst ist. Jedoch ist man sich noch keiner Organisation sicher, wie das Reputationsrisiko quantitativ erfasst werden kann, da hier sehr viele Einflussgrößen vorhanden sind. Dementsprechend ist auch das Ergebnis auf den Analyseraster ausgefallen. Die dort erklärten Reputationserfassungsmodelle waren keinem der Expertinnen und Experten bekannt. Lediglich die abgeleiteten Merkmale konnten nachvollzogen werden. Der Analyseraster wurde durch die fünf befragten Personen als nachvollziehbar angesehen. Es bleibt für zukünftigen Forschungsbedarf die Frage nach der Anwendbarkeit eines solchen Erfassungsmodells offen.

Zusammenfassung (Englisch)

Context of the Thesis

In regard to the strongly growing economy and globalization, the subject of reputation, respectively reputation risks, is gaining more and more importance in the area of banking. Especially after the economic crisis around the banking scandals the regulatory authorities are paying more attention to this topic and are already taking such risks into consideration in the planning of future regulations. The initial situation and complex of problems, this bachelor’s thesis is based on, is about how far reputation risks are considered the banking sector. Besides that there is also the question with which tools, so-called reputation models, the reputation is measured and risks are identified.

Goal of the Thesis

The objectives of this work encompass theoretical as well as empirical results in regard to the subject of reputation and reputation risks in general and to models to measure and process this risks.

Theory

The first part of this work is presenting the theoretical findings. On the basis of the current state of research fundamental works and current studies addressing this topic are described. In the main section of this work the reputation and the reputation risks are explained in general and following this the most important models are described. By using a self-created analysing grid the practicability of the models in regard to the banking sector. For this the analysing grid uses characteristics which emerge from the theory described in advance.

The second part of this work comprises the empirical research. On the basis of five expert interviews it shall be clarified how far Austrian banking institutes are addressing this subject and if the analysing grid can be considered as a valid tool.

Methodology

The used research method is a theoretical review based on a comprehensive literature research and the definition of subordinate research questions and a primary research question. In the empirical part the qualitative method of an expert interview is used for data collection.

Results

The evaluation of the expert interviews has shown that there is a general awareness concerning the importance of this topic. However no organization is already sure how the reputation risk can be quantitatively measured, as there are many parameters to be considered. The result regarding the analyzing grid has shown this accordingly. The models for reputation measuring were not known to any of the interviewed experts. Only the derived features were comprehensible. The analyzing grid was considered as being comprehensible by the majority of the interviewed persons, however for future research still the question regarding the applicability of such a measuring model stays open.