Titelaufnahme

Titel
Einflussfaktoren der sozialen Desorganisation auf das subjektive Sicherheitsgefühl in österreichischen Gemeinden.
Weitere Titel
Which signs of social disorganization affects the communal residents’ subjective feeling of safety.
VerfasserOppletal, Bernhard
GutachterKaiser, Justina ; Allum, Teresa
Erschienen2017
Datum der AbgabeOktober 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)soziale desorganisation / kriminalitätsfurcht / subjektives Sicherheitsgefühl
Schlagwörter (EN)social disorganization / crime fear / communal residents’ subjective feeling of safety
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext und Fragestellung

Das subjektive Sicherheitsempfinden und die Kriminalitätsfurcht rückten in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Wissenschaft und der öffentlichen Wahrnehmung (Furian, 2012, S. 48).

Schon der amerikanische Psychologe Abraham Maslow war der Ansicht, dass Sicherheit eines der Grundbedürfnisse des Menschen ist, wodurch Einfluss auf unsere Lebensqualität genommen wird (Frevel, 2016, S. 1). Neben dem Interesse der Allgemeinheit ist es auch für die einzelnen Gemeinden von besonderer Bedeutung, das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken. Ausgehend von der Problematik der ständig vorhandenen Kriminalitätsfurcht in der Bevölkerung, die trotz einer relativ konstanten Kriminalitätsstatistik angestiegen ist, fand eine Literaturrecherche zu den Einflussfaktoren von sozialer Desorganisation und deren Auswirkung auf die Kriminalitätsfurcht statt (Bundeskriminalamt, 2016, S. 14).

Im Zuge der Literaturrecherche konnte festgestellt werden, dass der deutschsprachige Raum diesbezüglich gut erforscht ist, aber vorwiegend Studien in Deutschland dazu stattgefunden haben. Aus diesem Grund soll die hier vorliegende Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Forschungslücke in Österreich zu verringern.

Ziele der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es zu erheben, welche Anzeichen der sozialen Desorganisation das subjektive Sicherheitsgefühl bei Bewohnerinnen und Bewohnern in Gemeinden beeinflusst und mithilfe welcher Maßnahmen den Einflussgrößen entgegengesteuert werden kann.

Theorie

Für die Studie wurde auf verschiedene Theorien aus dem kriminologischen und soziologischen Bereich zurückgegriffen. Hierzu werden verschiedene Ansätze zur Entstehung von sozialer Desorganisation und dem subjektiven Sicherheitsgefühl erläutert. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit beruht auf dem Broken-Windows-Ansatz von Willson und Kelling und der personalen Kriminalitätsfurcht.

Wissenschaftliche Methoden

Der Forschungsprozess folgt einem deduktiven Ansatz. Das Thema wurde nach einer gründlichen Literaturrecherche entsprechend eingegrenzt. Die erarbeitete Forschungsfrage und die daraus abgeleiteten Hypothesen sowie das Maßnahmenpaket werden durch eine quantitative Erhebung überprüft. Anhand der Ergebnisse soll eine Aussage darüber möglich sein, welche Anzeichen in der Bevölkerung soziale Desorganisation signalisieren und in Folge dessen zu Kriminalitätsfurcht führen.

Ergebnisse

Im Zuge der wissenschaftlichen Arbeit wurden die einzelnen Einflussfaktoren der sozialen Desorganisation im Zusammenhang mit Kriminalitätsfurcht erhoben und in entsprechenden Dimensionen operationalisiert. Durch eine quantitative Erhebung konnte festgestellt werden, dass Faktoren der sozialen Desorganisation einen erheblichen Einfluss auf die Kriminalitätsfurcht bei den Befragten nehmen. Dabei spielen Faktoren der sozialen und physischen Unordnung sowie sozialen Kontrolle eine wichtige Rolle.

Im Allgemeinen scheint es so, dass Anzeichen von sozialer Desorganisation von der österreichischen Bevölkerung wahrgenommen werden, jedoch besteht ein Sicherheitsgefühl auf einem relativ hohen Niveau.

Zusammenfassung (Englisch)

Context of the Thesis

Within the last few years, the subjective feeling of safety and the fear of crime have moved into the focus of scientific research as well as the public perception (Furian, 2012, S. 48).

According to the American psychologist Abraham Maslow, safety is one of the basic human needs and therefore influences our quality of life to a large extent (Frevel, 2016, S. 1). As a result, it is in everyone’s interest to strengthen the population’s subjective feeling of safety. Based on the problematic notion of the omnipresent fear of crime amongst European citizens, which is present despite relatively constant crime statistics, a literature research was conducted in order to analyze the influencing factors of social disorganization and its impact on the fear of crime (Bundeskriminalamt, 2016, S. 14).

One of the findings of the literature research was that this topic was extensively researched in German-speaking countries, however the majority of the conducted surveys focused on Germany only. Therefore, this thesis is going to analyze signs of social disorganization and its influence on the fear of crime with regards to Austria. Furthermore, measures on how to decrease the fear of crime will be provided.

Goal of the Thesis

The aim of this thesis is to analyse which signs of social disorganization affects the communal residents’ subjective feeling of safety. Furthermore, the thesis explores the actions that can be taken to minimize the factors that influence this feeling.

Theory

This study is based on various theories, which deal with criminological and sociological aspects. Different approaches on the origins of social disorganization and of the subjective feeling of safety are outlined. The main focus in this thesis is based on Willson’s and Kelling’s Broken-Windows approach and people’s fear of being victim of a criminal offence.

Methodology

The research process follows a deductive approach and after intensive research the topic was narrowed down to a manageable size. The research question, the resulting hypotheses and the package of measures will be examined through a quantitative study. With the help of this outcome a proposal can be made, which signs within a population show social disorganization and as a result end in the fear of crime.

Results

In this thesis the various influencing factors of social disorganization were examined in connection to the fear of crime and operationalized in their respective dimensions.

The outcome of the quantitative study is the realization that the factors of social disorganization have a substantial influence on the fear of crime within the population. Aspects of social and physical displacement in addition to social control play an important role.

In conclusion, it seems that signs of social disorganization are recognized within the population, however, the level of safety in general is relatively high.