Titelaufnahme

Titel
Die Stadtplanung des Nationalsozialismus in Österreich (1938-1945) unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Wien
Weitere Titel
The urban planning of National Socialism in Austria (1938-1945) with special consideration of the City of Vienna
VerfasserLöscher, Raphaela
GutachterPotucek, Alexander
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuli 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Architektur / Nationalsozialismus / Österreich / Stadtplanung / Wien
Schlagwörter (EN)architecture / National Socialism / Austria / Urban planning / Vienna
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Aspekten der Stadtplanung des Nationalsozialismus in Österreich (1938-1945) unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Wien. Zu Beginn werden die allgemeinen Themen des nationalsozialistischen Bauens behandelt, wobei beispielsweise die Funktion der Architektur und die Rolle der Architekten in dieser Zeit erläutert werden. Den Mittelpunkt der österreichischen Stadtplanung im Nationalsozialismus bildeten die Gebietserweiterungen, die „Neugestaltungspläne“ sowie auch die Wohn- und Siedlungsbauten in den Städten. Es werden die Voraussetzungen für die österreichische Stadtplanung, sowie auch die allgemeine Bedeutung und Funktion des Städtebaus im Nationalsozialismus untersucht. Die Bedeutung der Stadt Wien in Bezug auf das restliche Österreich wird beleuchtet und ihre zahlreichen Umgestaltungspläne erörtert. Wichtiger Bestandteil dieser Planungen waren auch Maßnahmen für den Luftschutz, dessen Umsetzung große Einwirkungen auf das Stadtbild hatten bzw. zum Teil auch noch heute haben.

Das Ergebnis der Arbeit ist, dass es zwar zahlreiche Planungen für die österreichischen Städte und im Besonderen auch für die Stadt Wien gab, diese jedoch den Planungsstatus größtenteils nie verließen. Hauptaugenmerk lag dabei auf der Darstellung von Macht. Die großen Versprechungen gegenüber der Bevölkerung, den Mangel an Wohnungen durch neue Wohn- und Siedlungsprojekte zu beheben, machen die nationalsozialistischen Propagandamaßnahmen deutlich. Hitlers zum Teil widersprüchliche Beziehung zu Wien, welche für die Realisierung der zahlreichen Planungen ein großes Hindernis darstellten und die erst 1942 erfolgte Ernennung Wiens zu einer "Neugestaltungsstadt" lässt schlussfolgern, dass Wien im Dritten Reich keine relativ große Bedeutung zukam.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the aspects of urban planning of National Socialism in Austria (1938-1945) with special consideration of the City of Vienna. At the beginning, the general subjects of the National Socialist construction are treated, for example the function of architecture and the role of architects during this period are explained. The focus of the Austrian urban planning under the Nazis was the territorial expansion, the plans to redesign, as well as housing projects and housing development in the cities. Furthermore, the conditions for the Austrian urban planning, as well as the general meaning and function of urban planning are examined in Nazism. The importance of the city of Vienna in relation to the rest of Austria is illuminated and their numerous remodeling plans are discussed. An important part of these plans was to take measures for air protection, which had a great impact on the cityscape until today.

As a result of this work it is to say that although there are many plans for the Austrian cities and for the city of Vienna in particular, the plans hardly rose above the planning stage. The focus was on the representation of power. The big promises to the people to address the lack of housing through new residential and municipal projects become visible through Nazi propaganda. Hitlers contradictory relationship with Vienna, which constitutes a major obstacle to the realization of numerous plans, and the nomination of Vienna to be a "redesigned city" in 1942, leads to the conclusion that Vienna had no significant importance in the Third Reich.