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Title
Die Rolle des Rumpfes in der Schulterrehabilitation : (Isoliertes Rumpfkrafttraining in der Behandlung von ausgewählten Schulterpathologien)
Additional Titles
The role of the trunk in shoulder rehabilitation (Isolated core training in the treatment of selected shoulder pathologies)
AuthorSchuster, Manuel
Thesis advisorKlinger, Meike
Published2016
Date of SubmissionMarch 2016
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit dient als aufbereitende Vorarbeit, um ferner die zentrale Fragestellung "Welche Rolle das isolierte Rumpfkraftraining in der Behandlung von Schulterpathologien spiele" zu beantworten. Das Aufgreifen dieser rührt daher, dass sich zahlreiche, aktuelle Konzepte der Schulterrehabilitation am aktiven Training der Scapulastabilisatoren und Muskeln der Rotatorenmanschette orientieren, obgleich diverse Studien einen Zusammenhang von schmerzhaften Schulterpathologien und Defiziten der Rumpfstabilität bestätigen. Weiters bedingt die bestehende Häufigkeit an Schulterpathologien ein effektives und effizientes physiotherapeutisches Angebot, weshalb die Behandlung der Thematik besondere Relevanz erfährt.

Eine mögliche Erklärung zu erwähnter Schulter-Rumpf-Beziehung geben die kinematischen Ketten: ein aus mehreren Gliedern bestehendes System, mit welchem - sofern jene Segmente sequentiell und koordiniert aktiviert werden - Kräfte generiert und übertragen werden können, um eine bestimmte Aufgabe zu bewerkstelligen. Bei einer Aktivität wie z.B. dem Wurf wird jene Reihe seriell geschalteter Glieder über die Bodenreaktionskraft in Bewegung gesetzt. Diese ist das Resultat der gegen den Boden stemmenden Füße bzw. Beine. Mittels der Beinmuskulatur wird jene Kraft gesteigert und über die Knie- und Hüftgelenke in die Becken- bzw. Lendenwirbelsäulenregion und darüber hinaus in den Rumpf weitergeleitet. Die kinetische Energie und Kraft werden schließlich vom Rumpf in die distalen Segmente der Kette (Arm- und Handmuskulatur) übertragen, um einen kontrollierten Wurf ausführen zu können. Als äußerst wichtige Bindeglieder dienen hierbei das Schulterblatt und glenohumerale Gelenk, welche sämtliche Energie abermals vergrößern und transferieren. Jene Bearbeitung der Bedeutsamkeit des Rumpfes für die Schulter dient einleitend einer Darstellung des aktuellen Wissensstandes und stellt den Hauptteil der Bachelorarbeit 1 dar.

Besonderer Fokus dieser nicht-empirischen Forschungsarbeit liegt außerdem auf den wissenschaftlichen Methoden: Die zentrale Forschungsfrage soll in Form einer Literaturrecherche bearbeitet und beantwortet werden. Daher wurde in einem ersten Schritt nach einschlägiger Fachliteratur gesucht. Um auch einen Ausblick auf die, in der Bachelorarbeit 2 zusätzlich verwendete Literatur zu verschaffen, wurde nach einzelnen trainingstherapeutischen Übungsstudien und aktuellen Schulterprogrammen recherchiert. Darüber hinaus mögen diese Studien zur Beantwortung der zentralen Fragestellung dienen. Hierzu wurden klinische Studien höherer Evidenzklassen gesucht, welche ausschließlich die drei häufigsten Schulterpathologien (subakromiales Impingementsyndrom, Schulterinstabilität und Läsionen der Rotatorenmanschette), jedoch sämtliche Patientengruppen (traumatische und degenerative Ursachen) behandeln. Dadurch kann trotz definierter Ein- und Ausschlusskriterien eine physiotherapeutisch relevante Spannweite dieser Arbeit gewährleistet werden. Um weiters für Aktualität bei der Studienauswahl zu sorgen, wurde der Zeitraum auf maximal zehn Jahre beschränkt. Die Qualitätskriterien, mit welchen die Interventionsstudien bewertet werden sollen, sind der PEDro-Skala entnommen.

In der Bachelorarbeit 2 werden jene Übungsstudien analysiert und miteinander verglichen. Dadurch soll die Rolle des isolierten Rumpfkrafttainings in der Behandlung der Schulterpathologien geklärt werden. Zusätzlich soll veranschaulicht werden, ob dem isolierten Rumpfkrafttraining je nach Erkrankung und Patientengruppe mehr oder weniger Priorität zugeschrieben wird. Sollte in den Schulterprogrammen kein isoliertes Rumpfkrafttraining berücksichtigt werden, wird differenziert, ob dem Rumpf indirekt oder tatsächlich keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, bzw. welche Muskelgruppen stattdessen im Fokus liegen. Am Ende soll das Outcome der verschiedenen Rehabilitationskonzepte beurteilt und diskutiert werden.

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