Titelaufnahme

Titel
Ablagerung von gadoliniumhaltigen Kontrastmittel im Gehirn
Weitere Titel
Gadolinium deposition in the brain
AutorInnenSchermann, Tatjana
GutachterSiegl, Eva
Erschienen2018
Datum der AbgabeJanuar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gadoliniumablagerung MRT
Schlagwörter (EN)magnetic resonance image gadolinium / gadolinium deposition in brain / gadolinium based contrast agents / gadolinium dentate nucleus globus pallidus
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Das Ziel in dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand bezüglich Ablagerungen im Gehirn durch gadoliniumhaltige Kontrastmittel (GBCA, gadolinium based contrast agent) aufzuzeigen. Weiters wird dargestellt, welcher Zusammenhang zwischen der Applikation von makrozyklischen bzw. linearen GBCA und den Hyperintensitäten besteht.

Methode: In den Datenbanken Pubmed, Springerlink und Cochrane Library, wurden über den Zugang der Fachhochschule Campus Wien, publizierte Studien im Zeitraum von 2011 bis 2017 verwendet. Anhand der Durchsicht der Titel und der Abstract wurden die einzelnen Studien selektiert. Um Informationen über die Eigenschaften, Risiken und Nebenwirkungen von GBCA zu beschreiben wurden Fachbücher und Leitlinien herangezogen.

Ergebnisse: Ein systematischer Review, der im Februar 2017 publiziert wurde, zeigt, dass die Signalintensitäten nach wiederholter Gabe von GBCA positiv korrelieren. Bei Anwendung von linearen GBCA ist die Assoziation größer als bei makrozyklischen GBCA. Bei vier weiteren retrospektiven Studien stellte sich heraus, dass es zu erhöhte SI bei mehrfacher Verabreichung von linearen GBCA kommt. Zwei Tierstudien zeigten mittels Bildanalyse und histologischen Befunden erhöhte Gadoliniumkonzentration im Gehirn und der Haut von Ratten.

Schlussfolgerung: Aufgrund der neuesten Daten, die eine Gd-Ablagerung nach mehrfacher GBCA-Gabe belegen, sollte die Applikation im Rahmen der Diagnose nicht hinterfragt werden. Bei Verlaufskontrollen sollte das Nutzen-/Risiko sorgfältig abgewogen werden um die Anzahl der GBCA-Verabreichungen einschränken zu können. Ist eine GBCA-Gabe unvermeidlich, sollte laut derzeitigen Erkenntnissen makrozyklisches GBCA verwendet werden, da es bei diesen Präparaten zu geringeren Ablagerungen von Gd kommt. Offen bleiben die Erkenntnisse über die klinische Bedeutung der Gadoliniumablagerung am menschlichen Körper, die durch die GBCA-Verabreichung entstehen können.

Zusammenfassung (Englisch)

Objectives: The aim of this thesis is to show the current research on deposits in the brain by GBCA. Furthermore, the relationship between the application of makrocyclic an linear GBCA and the hyperintensities is shown.

Methods: In the databases Pubmed, Springerlink and Cochrane Library, published studies were used over the period from 2011 to 2017 via the access of the Fachhochschule Campus Wien. On the basis of the transparency of the titles and the abstracts, the individual studies were selected. In order to describe general information on the properties, risks an side effects of GBCA, medical books and guidelines were used.

Results: A systematic review, puplished in Februar 2017, shows that the signal intentsities correlate positivelx after repeated administration of GBCA. When using linear GBCA, the association is larger than that of macrocyclic GBCA. In four other retrospective studies, it was found that increased SI ist obtained by multiple administration of linear GBCA. Two further studies showed, by means of image analysis and histological finding, increased Gd concentration in the brain an skin of animals.

Conclusion: Because of the latest data is attributed to gadolinium deposition after multiple GBCA administration, the application should not bei queried within the scope of the diagnosis. In the case of follow-up controls, the benefit/risk should be carefully weighed in order to limit the number of GBCA administrations. If a GBCA dose is unavoidable, then according to current knowledge, macrocyclic GBCA should be used, as these preparations hava lower Gd depositions. The findings on clinical relevance to the human body that can be caused by Gd administration remain open.