Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss der Körpertemperatur auf den Bildkontrast in der postmortalen Magnetresonanztomographie (PMMRT)
Weitere Titel
The influence of body temperature on image contrast in post mortem magnetic resonance imaging (PMMRI)
AutorInnenMiljkovic, Uros
GutachterWeinberger, Ulrike
Erschienen2018
Datum der AbgabeJanuar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Forensik / MRT Temperatur / Postmortales MRT / Postmortale Bildgebung / Postmortale MRT Temperatur / Virtuelle Autopsie
Schlagwörter (EN)Forensic Imaging / MRI Temperature / Postmortem Imaging / Postmortem MRI Temperature / Virtual Autopsy / Virtopsy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch eine verminderte Körpertemperatur zum Untersuchungszeitpunkt in der PMMRT entsteht ein signifikanter Einfluss auf T1 und T2. Dabei steigt die T1-Relaxationszeit von Fett, Muskel und Leber bei zunehmender Temperatur. Die T2 zeigt nur geringe Veränderungen der Relaxationszeiten für Muskel und Leber, jedoch einen quadratischen Anstieg für Fett. Durch die Veränderung der Relaxationszeiten entsteht ein signifikanter Effekt auf den Bildkontrast. Die T1W Bilder zeigen einen linearen Anstieg des Kontrastes zwischen den Geweben bei steigender Temperatur. Dabei gilt, je kälter der Körper, desto schlechter ist der Kontrast zwischen den Geweben auf T1W Bildern. Bei den T2W Bildern sind verbesserte Kontraste zwischen Fett und Muskel bei steigender Temperatur erkennbar, wohingegen sich der Kontrast zwischen Wasser und Fett verschlechtert. Weiters ist eine sichtbare Verschlechterung des Bildkontrastes bei Temperaturen unter 20°C bei T2W und unter 10°C bei T1W Bildern bemerkbar. Bei Körpertemperaturen unter diesen Bereichen ist ein signifikanter Unterschied im Bildkontrast im Vergleich zur in vivo MRT erkennbar.

Das Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, inwieweit eine herabgesetzte Körpertemperatur Einfluss auf das Verhalten der Kontrastparameter T1 und T2 in der MRT hat, wie sich diese Kontrastveränderung im Gegensatz zu den Relaxationszeiten bei in vivo Untersuchungen im Bild äußert und welchen Einfluss dies auf die diagnostische Aussagekraft in der PMMRT hat. Um die Forschungsfragen zu beantworten, werden eine Literaturarbeit, eine Datenerhebung im Centre universitaire romand de médecine légale (CURML) in Lausanne (CH) sowie Experteninterviews durchgeführt.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the lower body temperature in the PMMRI a significant influence on the T1 and T2 arises. The T1 relaxation time of fat, muscle and liver increases with the rising of temperature. The T2 shows minor changes in the relaxation times for muscle and liver, though a quadratic growth for fat. Because of the changes of the relaxation times a significant effect on the image contrast occurs. The T1W images show a linear increase of the contrast between the tissues with rising temperature. So, the colder the body, the lower is the contrast between the tissues on T1W images. On the T2W images the contrast between fat and muscle improves with higher temperature but the contrast between water and fat decreases. Furthermore, it is a decline of the image contrast on temperatures under 20°C at T2W and under 10°C at T1W images visible. At body temperatures under these ranges is a significant difference in image contrast in comparison with the in vivo MRI identifiable.

The aim of this work is to determine to what extent a lower body temperature influences on the behavior of the contrast parameters T1 and T2 in the MRI, how does this change in contrast manifests on the images in comparison to the relaxation times in the in vivo examinations and which influence has this change on the diagnostic validity. In order to answer the research questions a literature work, a data acquisition in the Centre universitaire romand de médecine légale (CURML) in Lausanne (CH) as well as expert interviews were carried out.