Bibliographic Metadata

Title
Greulich und Pyle: Die Methode der Knochenaltersbestimmung bei Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Bevölkerungen im Vergleich
Additional Titles
Greulich and Pyle: Comparison of the method of bone age estimation in children and adolescent of different population
AuthorNavasartian, Meline
Thesis advisorWeinberger, Ulrike
Published2018
Date of SubmissionJanuary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Knochenalterbestimmung
Keywords (EN)bone age determination / left hand / bone age estimation / Greulich Pyle / gp atlas / skeletal age (sa) / hand radiographs / population / forensic
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Greulich und Pyles Atlas aus dem Jahr 1959 ist bis dato eine der wichtigsten

Methoden, um das Knochenalter beim Menschen zu bestimmen. Zum Einsatz kommt

diese Methode bei medizinischen und mittlerweile auch bei forensischen

Fragestellungen. Ein Röntgenbild des linken Handskeletts wird bei dieser Methode mit

einem Referenzbild aus dem Atlas verglichen und anhand bestimmter Kriterien einem

Alter zugeteilt. Vom Knochenalter kann daraufhin auf das chronologische Alter

geschlossen werden. Faktoren, die das Wachstum der Knochen beeinflussen, sind

das Alter, das Geschlecht, der sozioökonomische Status und die Herkunft. Die

Referenzbilder, welche Greulich und Pyle für den Atlas herangezogen haben,

stammen von Kindern und Jugendlichen aus einem weißen US-amerikanischen

Kollektiv.

Durch einen Studienvergleich wurde in dieser Arbeit die Genauigkeit der Anwendung

der Methode bei Kindern und Jugendlichen der westeuropäischen Bevölkerung und

der Nahostbevölkerung beschrieben. Die Ergebnisse wiesen einen Trend in der

Überschätzung des Alters bei dem westeuropäischen Kollektiv auf. Einzig in der

schottischen Studie zeigte sich bei den Kindern und Jugendlichen ab 16 Jahren eine

Altersunterschätzung. Bei der Nahostbevölkerung machte sich bei den Jungen eine

Altersunterschätzung und bei den Mädchen eine Altersüberschätzung bemerkbar. Die

einzigen Abweichungen gab es bei den männlichen libanesischen Probanden und bei

den israelischen weiblichen Probanden.

Studien zeigten, dass die Anwendung des automatisierten Systems BoneXpert im

Vergleich zu den Abweichungen zwischen mehreren visuellen Beobachtern, ähnliche

Zahlen aufwies. BoneXpert lieferte bessere Ergebnisse bei der Genauigkeit der

Bestimmung des Knochenalters bei wenigen Ausreißern. Nachteile der

automatisierten Methode sind die geringe Altersspanne, welche abgedeckt werden

kann und darin, dass bei Röntgenaufnahmen, wo Kinder und Jugendliche Krankheiten

aufweisen, eine manuelle Bestimmung durchgeführt werden muss. Nichts desto trotz

kann das automatisierte und digitale System ohne Aufsicht eines visuellen

Beobachters angewendet werden.

Abstract (English)

Greulich and Pyles Atlas from 1959 is one of the most important methods to determine

the bone age in humans to date. This method is used to clarify medical and now also

forensic issues. An X-ray image of the left hand is compared with a reference image

from the atlas. According to certain criteria the X-ray image is then given an age. The

chronological age can later be assumed from the bone age. Factors that influence the

growth of bones are the age, the gender, the socioeconomic status and the origin. The

reference images that Greulich and Pyle used for the atlas come from children and

adolescents from a white American collective.

A study comparison was made to describe the accuracy of the application of the

method in children and adolescents of the Western European population and the

Middle East population. The results showed a trend in the overestimation of age in the

Western European collective. Only the Scottish study showed an age underestimation

among children and adolescents aged 16 and over. In the Middle Eastern population,

the age of the boys was underestimated, and the girls overestimated. The only

differences were among the male Lebanese subjects and the Israeli female subjects.

Studies showed that the use of the automated system BoneXpert had similar

deviations compared to several visual observers. BoneXpert provided better results in

estimating the bone age. Disadvantages of the automated method are the small age

range that is covered and that in X-rays where children and adolescents have

diseases, a manual determination must be performed. Nevertheless, the automated

and digital system can be applied without the supervision of a visual observer.