Bibliographic Metadata

Title
Der aktuelle Stand der radioonkologischen Versorgung in Afrika
Additional Titles
The current status of radio-oncology care in Africa
AuthorSimonis, Alexandra
Thesis advisorRaith, Alexander
Published2018
Date of SubmissionJanuary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Radiotherapie / Bestrahlung / Krebsbehandlung / Afrika / Europa / Österreich
Keywords (EN)Radiotherapy / radiation therapy / cancer treatment / cancer care / cancer staging / Africa / Sub-Sahara Africa / North Africa / Europe / Austria
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Ziel dieser Arbeit:

Das Ziel dieser Literaturarbeit ist es möglichst viele afrikanische Länder mit Teletherapiegeräten hinsichtlich ihrer technischen Ausrüstung und Behandlungsmethoden zu analysieren und gegenüberzustellen.

Methode:

Um die Forschungsfrage so genau wie möglich zu beantworten wurde die Studie „Status of radiotherapy resources in Africa: an International Energy Agency analysis“ von Abdel-Wahab et al. aus dem Jahr 2013 als Orientierungshilfe herangezogen sowie die Datenbanken PubMed, Cinahl, ScienceDirekt und Ebsco für die zusätzliche Recherche verwendet. Alle Studien mussten auf Deutsch oder Englisch zur Verfügung stehen und außerdem zwischen 2010 und 2017 publiziert worden sein.

Ergebnisse:

Weltweit ist Krebs die häufigste Todesursache. Mehr als die Hälfte aller Krebserkrankten kann von einer Bestrahlung profitieren. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Patientinnen/Patienten auch einen Zugang zu dieser notwendigen Behandlung haben. Dies ist in weiten Teilen Afrikas nicht gegeben. In dieser Arbeit werden die 10 häufigsten Krebserkrankungen in Afrika aufgezeigt, wobei sich erkennen lässt, dass es einerseits Unterschiede zu Europa gibt und andererseits mehr als die Hälfte der malignen Erkrankungen auf Infektionen zurückzuführen sind deren Anzahl durch entsprechende Interventionen verringert werden könnten. Zusätzlich fehlt es an einer Aufklärung der afrikanischen Bevölkerung, da viele die Risikofaktoren oder die ersten Anzeichen einer Krebserkrankung nicht erkennen. Dadurch kommt es zu einer späteren Diagnose und damit einhergehend zu einem höheren Tumorstadium bei der Entdeckung. Zusätzlich ist ein enormes Defizit zu erkennen, zwischen Patientinnen/Patienten die eine Bestrahlung benötigen und das Angebot an Bestrahlungsoptionen.

Schlussfolgerung:

Auf Grund der aktuellen Daten zeigt sich ein massiver Mangel an Bestrahlungsgeräten und der Unwissenheit über Krebs in der afrikanischen

Bevölkerung. Hierdurch sind 80% der Bestrahlungen eine reine palliative Maßnahme. Im Jahre 2012 starben in Afrika 600.000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung, und die Tendenz ist steigend. Nur durch eine adäquate Verfügbarkeit, Erreichbarkeit, sowie eine Aufklärung der Afrikanerinnen/Afrikaner kann diesem Trend entgegengewirkt werden.

Abstract (English)

Aim of this work:

The aim of this literature work is to analyze and compare as many African countries as possible with teletherapy equipment with regard to their technical equipment and treatment methods.

Method:

In order to answer the research question as accurately as possible, the study "Status of radiotherapy resources in Africa: an International Energy Agency analysis" by Abdel-Wahab et al. from 2013 was used as a tool for orientation, as well as the databases PubMed, Cinahl, ScienceDirekt and Ebsco were taken into account for additional research. All studies had to be available in German or English and also been published between 2010 and 2017.

Results:

Cancer is the leading cause of death worldwide. More than half of all cancer patients can benefit from radiation. However, this requires that the patients also have access to this necessary treatment. That is mostly not the case in many parts of Africa. This paper identifies the top 10 types of cancer in Africa, revealing that there are differences from Europe and that more than half of the malignancies are due to infections, which could be reduced by appropriate interventions. In addition, there is a lack of education of the African population, as many do not recognize the risk factors or the first signs of cancer. This leads to a later diagnosis and concomitantly to a higher tumor stage in the discovery. Furthermore, there is an enormous deficit between patients who require radiation and the range of treatment options:

Conclusion:

On the basis of current data, there is a massive lack of radiation equipment and ignorance of cancer in the African population. As a result, 80% of the radiation is a pure palliative measure. In 2012, 600,000 people died of cancer in Africa and the numbers are rising. Only through adequate availability, accessibility and education of Africans can this trend be counteracted.