Bibliographic Metadata

Title
Verlassen, entwurzelt und unverstanden – : Herausforderungen von Migration für Kinder während der Eingewöhnungszeit in den Kindergarten
Additional Titles
Abandoned, uprooted and missunderstood – Challenges of migration for children during the period of familiarization in the kindergarten
AuthorLengauer, Daniela
Thesis advisorFleissner-Rösler, Katharina
Published2017
Date of SubmissionJuly 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Eingewöhnung / Migration / Trennung / Verlust / „Kultursensitive Haltung“
Keywords (EN)period of familiarization in the kindergarten / migration / separation / loss
Restriction-Information
 _
Classification
Abstract (German)

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die Kinder mit Migrationshintergrund in der Eingewöhnungszeit in den Kindergarten erleben. Durch den ersten Übergang von der familiären in eine institutionelle Betreuung können sich für Kinder Situationen ergeben, die aufgrund von Trennung, Loslassen oder Verlust zu Schmerz und Verzweiflung führen. Zur bekannten Erlebniswelt kommt eine neue, noch unerschlossene Welt. Vor dem Hintergrund der Migration kann sich die kindliche Belastung durch Migrationsfaktoren zusätzlich erhöhen.

Die forschungsrelevante Fragestellung lautet: „Welche Bedeutung haben Verlust und Trennung in Bezug auf die Eingewöhnung in eine elementarpädagogische Betreuung unter dem Gesichtspunkt der Migration?“

Anhand des Fallbeispiels „Suzi“ werden die theoretischen Aspekte der Thematik erläutert. Für die Begleitung des Kindes und seiner Familie beim Erleben von Trennung und Verlust im Eingewöhnungsprozess ist eine professionelle Unterstützung durch die pädagogische Fachkraft von großer Bedeutung. Diese beinhaltet eine kultursensitive Haltung, Reflexionsfähigkeit, die es der PädagogIn ermöglicht, eigene Vorurteile zu erkennen und zu filtern und beziehungsfördernde Eigenschaften wie Empathie, Sensibilität und Feinfühligkeit. Angelehnt an Bions Konzept des „Containments“ ist es der professionellen PädagogIn möglich, dem Kind zu helfen, seine Emotionen zu ertragen und auszuhalten.

Abstract (English)

The following work deals with the challenges of migration background for children during the period of familiarization in the kindergarten. Through the first transition from family to institutional care, situations can arise for children, which lead to pain and despair due to separation, divestment or loss. To the well-known world of experience comes a new, still unexplored world. Against the background of the migration, the child’s burden of migration factors can increase.

The question of relevance to research is: “What is the significance of loss and separation in terms of familiarization with elementary education from the point of view of migration?”

The theoretical aspects of the topic are explained using the case study “Suzi”. For the accompaniment of the child and his family in the process of separation and loss in the familiarization process, professional support from the pedagogical specialist is of great importance. This includes a culturally sensitive attitude, the ability to reflect, which enables the teacher to recognize and filter his own prejudices and to promote characteristics such as empathy, sensibility and sensitivity. Based on Bion’s concept of “containment”, it is possible for the professional pedagogue to help the child to bear his emotions.