Titelaufnahme

Titel
"Stille Kinder" : Professionelle Begleitung im elementarpädagogischen Alltag
Weitere Titel
"Silent Kids" Professional supporting in kindergarten
AutorInnenLichtenberger, Alexandra
GutachterFleissner-Rösler, Katharina
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuli 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kommunikation / Stille Kinder / Verhaltensweisen / Introvertiertheit / PädagogIn-Kind-Bindung
Schlagwörter (EN)communication / silent kids / behaviours / introversion / teacher-child bond
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Thematik „stiller“ beziehungsweise „unauffälliger“ Kinder im elementarpädagogischen Kontext. Als Ausgangslage dient die Falldarstellung eines viereinhalb jährigen Jungen, der kaum spricht und durch sein emotionsreduziertes und introvertiertes Verhalten wenig Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Mit theoretisch wissenschaftlich gestützter Betrachtungsweise werden die Funktion der Kommunikation und die Art und Weise, wie zwischenmenschliche Interaktion stattfinden kann, aufgezeigt. Erläuterungen über kindliche Verhaltensweisen und emotionale Ausdrucksarten verdeutlichen die tiefgründigen Ursachen dieser Handlungsaspekte. Unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Aspekte über Kommunikation und Verhaltensweisen, wird die professionelle Begleitung „stiller“ Kinder in den Fokus gerückt und die Forschungsfrage: „Wie können elementarpädagogische Fachkräfte Kinder, die nicht, oder nur wenig sprechen, im Kindergartenalltag wahrnehmen und begleiten?“ beantwortet.

Ergebnisse zeigen auf, dass es in der Zusammenarbeit mit solchen Kindern bedeutsam ist, auf deren körpersprachliche Botschaften zu achten, weil das Kind so seine Bedürfnisse, Empfindungen und Wünsche ausdrückt. Über Körpersprache, die als primäre Ausdruckart gilt, kann es durch Mimik und Gestik gelingen, eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Achtsam formulierte sprachliche Äußerungen sind dabei bedeutsam. Als Grund hierfür wird die kindliche Reaktion auf die Art und Weise, wie ihm begegnet wird, sichtbar. Weiters wird aufgezeigt, dass Kinder von elementarpädagogischen Fachkräften über deren Vorbildwirkung und sprachliches Begleiten, Worte für ihre Gefühle, Bedürfnisse und zwischenmenschliche Interaktionsprozesse erhalten. Damit Kinder durch ihr stilles, unauffälliges Verhalten nicht zu Außenseitern werden und sich sozial völlig abgrenzen, ist darauf zu achten, sie immer wieder in Gruppenprozesse zu integrieren. Kommunikative Unterstützungsmaßnahmen können dabei hilfreich sein.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor thesis deals with the topic „silent”, “unobtrusive” children in kindergarten. The initial situation is a case example of a four year old boy, who hardly speaks and who attracts only little attention by his unemotional and reserved behaviour. With theoretical scientific approach the function of communication, as well as the way interpersonal interaction occurs is generated. Explanations of childish behaviours and emotional ways of expression illustrate the profound cause of these action aspects. Considering the scientific aspects about communication and behaviours, the professional chaperonage of quiet children gets into the focus and the research question “How can nursery teachers notice and support children in their kindergarten everyday life who do not speak at all or only little?”, is answered.

Results will show the importance of clearly observing the childrens’ body language based messages when working with them, especially when they express their needs, feelings, and messages in that way. Through body language which is considered a primary mode of expression it may happen to establish a relation to the child through facial expressing and gestures. Mindful use of verbal expression is of high significance. The child’s reaction on the way of they are approached is considered a major reason. Furthermore, it is shown that children must receive help to name their feelings, needs, and human interactive processes from the professionals. To avoid “silent”, “unobtrusive” children to become outsiders and isolate themselves it is essential to continuously integrate them into group processes. Communication based support can be of great help.