Titelaufnahme

Titel
Eltern - Kind - Pädagogische Fachkraft. : Wie gleichseitig ist dieses Dreieck? Bildungspartnerschaft im Spannungsfeld von Ausbildung und elementarpädagogischer Praxis.
Weitere Titel
Parents – Child – Educational specialist. How equilateral is this tringle? Education partnership in the field of tension of education and pedagogical practice.
AutorInnenWeingartmann, Martina
GutachterHover-Reisner, Nina
Erschienen2017
Datum der AbgabeNovember 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bildungspartnerschaft / Erziehungspartnerschaft / Elementarpädagogische Ausbildung / Lehrplanvergleich / Lehrplananalyse / Kernkompetenzen / Pädagogische Haltung
Schlagwörter (EN)education partnership / elementary education / Curriculum comparison / Curriculum Analysis / core competencies / educational ettitude
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird Bildungs- und Erziehungspartnerschaft im Zusammenhang mit der Ausbildung von Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen in den Blick genommen.

Wenn man davon ausgeht, dass sich Kinder in einem von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Umfeld positiver entwickeln können, liegt der Schluss nahe, dass der Aufbau einer guten Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Familien zu einer Entwicklungsaufgabe des Kindergartens gezählt werden muss (vgl. Roth 2014: 19). Erziehung und Bildung von Kindern entsteht als Summe der Beteiligten. Ohne Einbindung und Mitwirkung der Eltern kann also Bildung und Erziehung im Kindergarten nicht gelingen. Doch die Beziehungsstruktur zwischen Kind, Familie und pädagogischer Fachkraft zeichnet sich durch die Ungleichheit der Mitglieder aus, die unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungsbereiche haben. Soziale Beziehungen sind einer ständigen Veränderung und Wandlung unterworfen. Eltern (und auch Kinder) können nur dann mit einbezogen werden, wenn man ihnen mit Offenheit, Interesse und dem Nachdenken über sich selbst begegnet.

Forschungsergebnisse (vgl. Friederich 2011, Hess 2012, Viernickel et al. 2013) zeigen allerdings, dass sich Fachkräfte nicht ausreichend ausgebildet fühlen, um die Herausforderungen einer gelingenden Bildungs- und Erziehungspartnerschaft vor allem am Berufsbeginn zu meistern. Damit stellt sich die Frage: „Inwiefern kann die derzeitige Ausbildung von Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen an Bildungsanstalten bzw. Kollegs für Elementarpädagogik in Österreich zu einer gelingenden Bildungspartnerschaft mit Eltern im Sinne von Ko-Konstruktion und Partizipation beitragen?“

Die vorliegende Arbeit nimmt Bildungs- und Erziehungspartnerschaft im Rahmen der Ausbildung in den Blick und fragt zunächst einmal nach einer Definition von Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in der Fachliteratur. Rechtliche Grundlagen, Hinweise in Bildungsplänen und aktuelle Forschungsergebnisse zeigen eine Diskrepanz zwischen berufsbezogenen Handlungskompetenzen und der oft fehlenden Identifikation mit den Eltern. Die im Zentrum der Arbeit stehenden Lehrplananalysen nehmen einmal elternbezogenen Begriffe und danach die professionelle Haltung mit den entsprechenden Kernkompetenzen in den Blick.

Eine professionelle Haltung stellt die Grundlage für das Gelingen einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft dar. Die dazu nötigen Kernkompetenzen werden im Lehrplan nur an der Oberfläche aufgegriffen. Demnach greifen die derzeitigen Bildungsziele und -inhalte der Lehrpläne zu kurz, da der „Arbeit an der Haltung“ (Nentwig-Gesemann et al. 2011: 17) in der Ausbildung noch zu wenig Raum beigemessen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

In this paper, education partnership is considered in connection with the training of pedagogical specialists.

Assuming that children can develop more positively in a mutually beneficial environment, it seems reasonable to conclude that building a good parenting and education partnership with families is a developmental task of kindergarten (see Roth 2014: 19). The education of children is the sum of participants. Without involvement of parents, education of children and upbringing cannot succeed in kindergarten. But the relationship structure between children, family and pedagogical specialists is characterized by the inequality of the members, who have different tasks and areas of responsibility. Social relationships are subjects of change. Parents (and children too) can only be involved if you met them with openness, interest and thinking about yourself.

Research results (see Friederich 2011, Hess 2012, Viernickel et al. 2013) show that pedagogical specialists do not feel sufficiently trained to manage the challenges of a successful education and training partnership, especially at the beginning of their careers. This raises the question: “In which way can the current education of pedagogical specialists at institu-tions in Austria contribute to a successful educational partnership with parents in the sense of co-construction and participation?”

First of all, we ask for a definition of educational partnership with parents in specialist literature. Legal foundations, references in curricula and current research results show a discrepancy between job-related competences and the missing identification with parents. The curriculum analyses as the main part of this paper take parent-related concepts into consideration and then the professional attitude with the corresponding core competencies.

The professional attitude is the fundamentals for the success of an educational partnership. The necessary core competencies are only addressed in the curriculum on the surface. According to this, the current educational targets of the syllabi fall short, as the “work on the posture” (Nentwig-Gesemann et al. 2011: 17) is still given too little room in the training program.