Titelaufnahme

Titel
Zwischen zu wenig und zu viel : Diskurse unter PädagogInnen über Armut und Betroffenheit von Kindern
Weitere Titel
Between too little and too much Debate under pedagogues about poverty and consternation of children
AutorInnenHofmann, Ruth
GutachterKatschnig, Tamara
Erschienen2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Armut / Kinderarmut / Lebenslagenansatz / PädagogInnen / Qualitative Forschung
Schlagwörter (EN)poverty / child poverty / pedagogues / situational approach / qualitative research
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende empirische Studie beschäftigt sich mit Begrifflichkeiten und Wahrnehmungen von Armut bei Kindern durch die betreuenden PädagogInnen in Kinderbetreuungseinrichtungen. Dargestellt wird – neben dem derzeit aktuellen Forschungsstand – auch die gesellschaftliche Situation von armutsbetroffenen Kindern in Österreich. Das Interesse lag vor allem in den Sichtweisen, Einstellungen und persönlichen Meinungen von PädagogInnen zu dieser Thematik. In weiterer Folge wurde untersucht, ob diese dem kindbezogenem Armutskonzept (vgl. Holz 2005) zuzuordnen sind. Anhand leitfadengestützter Interviews wurde das Material erhoben und mittels strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring (2002) ausgewertet.

Als Ergebnis dieser Untersuchung darf festgehalten werden, dass die interviewten Pädagoginnen unterschiedliche Zugänge zur Thematik Armut im Allgemeinen und Armut bei Kindern im Speziellen haben. Aufgezeigt werden konnte auch, dass das Thema Armut bei Kindern mehrheitlich über die materielle Dimension der Lebenslage eines Kindes (vgl. Holz 2005) als Oberkategorie mithilfe der Kategorie finanzielle Armut beschrieben und desweiteren hauptsächlich über die Indikatoren Kleidung, Urlaub, Teilnahme an Geburtstagen und Schulfesten definiert wird. Ein weiteres beachtenswertes Ergebnis ist die Erkenntnis, dass Pädagoginnen der Überzeugung sind, dass Armut das soziale und emotionale Verhalten des Kindes negativ beeinflusst. Überraschend ist, dass die Kategorie Bildung im Bewusstsein von Pädagoginnen kaum reflektiert wird und daher im Kindergartenalltag nicht präsent ist. Dasselbe trifft auf die Kategorie der physischen und psychischen Lage des Kindes, also seine Gesundheit zu, welche in keinem der Interviews genannt wird.

Zusammenfassung (Englisch)

The present empirical study deals with concepts and perceptions of poverty in children by the supervising pedagogues in childcare facilities. In addition to the current state of research, the social situation of poverty-affected children in Austria is presented. The work is mainly focused on the attitudes, personal views and opinions of educators on this topic. Essentially, it was examined whether these can be assigned to the childrelated poverty concept presented by Holz et al., (2005). Using a guideline based interview approach, material was collected and evaluated by structural content analysis according to Mayring et al., (2002).

As a result, it may be stated that each of the interviewed educators showed a fairly unique approach to the subject of poverty in general and to poverty in children, in particular. Further, it was shown that poverty of children was primarily defined by the material dimension of a child's life situation see, Holz et al., (2005). A very important category was financial poverty, as defined by clothing, holiday and leisure time activities, participation in birthday parties and school fairs. Unexpectedly, educators were convinced that poverty generally has a negative impact on a child's social behaviour and on its emotional situation. Surprisingly, the category education was not mentioned by any of the interviewed educators. Therefore, education seems to be a widely underrepresented category in everyday life in kindergarten. The same applies to the category of the physical and psychological situation of the child, i.e. “the child’s health”. The term health was also not mentioned during the interviews.