Titelaufnahme

Titel
Interaktion, der Schlüssel zur Bildung. : Die Bedeutung der Interaktionsqualität zwischen Fachkraft und Kind für die kindlichen Selbstbildungsprozesse in der Kleinkindgruppe
Weitere Titel
Interaction, the key to education. The significance of the interaction quality between expert and child for processes of the child’s self-regulated learning in the toddler group
AutorInnenKörber, Birgit
GutachterEckstein-Madry, Tina
Erschienen2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Fachkraft-Kind-Interaktion / Feinfühligkeit / Selbstbildung / Sustained shared thinking
Schlagwörter (EN)responsibility / self regulated learning / Sustained shared thinking / teacher-child interaction
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Interaktionsqualität und deren Einfluss auf die frühkindlichen Entwicklungs- und Lernprozesse in den ersten Lebensjahren eines Kindes. Positive Fachkraft-Kind-Interaktionen stellen eine bedeutsame Grundlage für erfolgreiches Lernen dar, da Kleinkinder in erster Linie über soziale Wechselbeziehungen Wissen erwerben. Die Beschaffenheit individueller Bildungsprozesse junger Kinder im Kontext pädagogischen Handelns wurde bislang kaum erforscht. Ausgehend von den Erkenntnissen aus der Bindungsforschung und deren Bedeutung für die Fachkraft-Kind- Interaktion sowie dem (sozial)konstruktivistischen Bildungsverständnis wird daher der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die Interaktionsqualität für die kindlichen Selbstbildungsprozesse in der Kleinkindgruppe einnimmt.

Dazu wurden anhand teilnehmender Beobachtung nach dem Konzept der Young Child Observation vier Beobachtungsprotokolle erstellt, die in Analysegruppen besprochen und tiefenhermeneutisch ausgewertet wurden. Es wird aufgezeigt, wie sich der Interaktions- und Beziehungsaufbau zwischen dem Kind und der Fachkraft in der Kleinkindgruppe, die frühkindliche Bildungsmöglichkeiten sowie der Stellenwert kindlicher Selbstbildungsbestrebungen in der pädagogischen Arbeit darstellen.

Aus der Analyse und wissenschaftlichen Rückbindung der Einzelbeobachtungen werden die Besonderheiten frühkindlicher Bildungsprozesse sowie der synergetische Effekt zwischen frühkindlichen Bildungsprozessen und der Qualität der Fachkraft-Kind-Interaktion dargestellt. Aus den Ergebnissen werden pädagogische Konsequenzen, die der Anregung für Handlungskonzepte zur Ausrichtung der Interaktionsgestaltung in der Kleinkindgruppe dienen, formuliert.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper focuses on interaction quality and its influence on early childhood developmental and learning processes. Positive teacher-child-interactions provide a basis which is significant for successful learning, as infants in particular gain their knowledge primarily through social relationships. So far there has hardly been any research on the nature of individual learning processes in young children in the context of pedagogic actions. Starting from findings in attachment research, considering their relevance for the teacher-child-interaction and applying a social-constructivist understanding of education, this paper sets out to examine the question of how relevant interaction quality is for processes of self-regulated learning within a toddler group.

For the purpose of this paper, participant observation was applied in accordance with the concept of Young Child Observation, and four observation records were made, which were then discussed and analysed in groups and interpreted according to the hermeneutic concept. As a result, this paper outlines how interaction develops and relationship grows between the child and the teacher, considering also options for early education and the value of self-regulated learning for young children.

Through a deeper analysis and a scientific evaluation of single observations, the specifics of early childhood educational processes are presented as well as the synergetic effects between the quality of the teacher – child interaction and the early learning processes described. On the basis of these findings, a number of consequences for pedagogical actions are derived, which can serve as orientation for the design of interactional processes in toddler groups.