Titelaufnahme

Titel
„Und wenn’s nicht klappt, sind wir schuld!?“ : PädagogInnen im Spannungsfeld zwischen politisch-gesellschaftlichen Erwartungen bezüglich kindlichem Deutscherwerb und der eigenen Praxis.
Weitere Titel
„And if it does not work, is it our fault!?“ Kindergarden teachers in the field of tension between political and social expectations regarding child German acquisition and their own practice.
AutorInnenLengauer, Daniela
GutachterKatschnig, Tamara
Erschienen2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Zweitspracherwerb / Elementarpädagogik / Mehrsprachigkeit / Bildung
Schlagwörter (EN)Second Language Acquisition / Elementary Education / Multilingualism / Education
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Thematik des kindlichen Spracherwerbs Deutsch als Zweitsprache in elementarpädagogischen Einrichtungen. Durch die Flüchtlingskrise 2015, die Österreich unmittelbar traf, wurden Fragen zum Thema Migration und Integration von politischer und auch gesellschaftlicher Seite massiv ins Zentrum gerückt (vgl. Integrationsbericht 2017). Hierbei wird der hohe Stellenwert der vorschulischen Sprachförderung in Deutsch besonders betont und somit der Elementarbereich als Bildungsbereich hervorgehoben (vgl. Migrationsbericht 2016). Welche Veränderung diese Entwicklung für ElementarpädagogInnen in ihrer täglichen Praxis darstellt, und wie ElementarpädagogInnen die Alltagsanforderungen empfinden, wurde ausgehend von der Fragestellung:

„Wie gut ausgebildet fühlen sich ElementarpädagogInnen in Bezug auf Sprachvermittlung und Spracherwerb Deutsch als Zweitsprache und wie gut fühlen sie sich seitens Träger und Politik dabei unterstützt?“ untersucht.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass sich ElementarpädagogInnen von Seiten der Träger unterstützt, allerdings von politischer Seite wenig wertgeschätzt fühlen. Vor allem die Rahmenbedingungen wie die fehlende Bereitstellung von Sprachförder- pädagogInnen wurde thematisiert. Die bestehende Diskrepanz von theoretischem Fachwissen und pädagogischer Praxis der PädagogInnen, die von Datler et al. (2013a, b) als Ergebnis des Forschungsprojektes „lebensweltliche Mehrsprachigkeit“ beschreiben wird, konnte durch die vorliegende Untersuchung bestätigt werden. Durch eine neuüberdachte Weiterbildung der PädagogInnen kann einer erfolgreichen Implementierung ihres Fachwissens Rechnung getragen werden. Die Erstellung eines Leitfadens, der die drei Gruppen Verantwortlicher betreffend Spracherwerb Deutsch als Zweitsprache, nämlich Politik, Erziehungsberechtigte und ElementarpädagogInnen verbindet, kann als handlungsleitendes Konzept gesehen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the topic of child language acquisition German as a second language in elementary educational institutions.

As a result of the refugee crisis in 2015, which impacted Austria directly, questions on the topic of migration and integration on the political as well as on the social side got more attention (see Integrationsbericht 2017). Here, the high importance of pre-school language learning in German is emphasized, highlighting the elementary area as an educational area (see Migration Report 2016). How this change impacts elementary pedagogues in their daily practice and how they feel these everyday demands was researched based on following question:

"How well trained do elementary educators feel in terms of language teaching and language acquisition as a second language and how well do they feel supported by the institution and the politicians?".

The results of the study showed that elementary educators feel supported by their institutions, but do not feel much appreciated politically. Above all, the general conditions such as the lack of provision of language education teachers was highlighted. The discrepancy between theoretical knowledge and pedagogical practice of educators, which Datler et al. (2013a, b) described in the project “Lebensweltliche Mehrsprachigkeit” was confirmed by the present study. Via newly designed and additional qualification of educators can lead to a successful implementation of the specialist knowledge. The creation of a guideline, which connects the three pillars of the persons responsible for language acquisition German as a second language, can be seen as an action-guiding concept.

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