Bibliographic Metadata

Title
"Die ist eh unkompliziert, die weint nicht" : Wie das stille Leiden des Kindes in der Eingewöhnung in die Kinderkrippe von der PädagogIn erkannt und (miss)verstanden wird.
Additional Titles
„She is uncomplicated, she doesn’t cry at all” How the elementary educator recognizes and (mis)understands the young child’s silent signs of sorrow in daycare center.
AuthorPolzer, Sabine
Thesis advisorKatschnig, Tamara
Published2018
Date of SubmissionFebruary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)still leidende Kinder / Eingewöhnung / Transitionen / Übergänge / Bindung / Elternkooperation
Keywords (EN)silent-suffeirng children / familiarization / transitions / bond / parentscooperation
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage inwieweit ein still leidendes Kind im Zuge der vermeintlich erfolgreich abgeschlossenen Eingewöhnung von der Pädagogin wahrgenommen wird. Im Fokus dabei stehen zum einen das still leidende Kind und die Zeichen von stillem Leid, als auch der von der PädagogIn wahrgenommene Zeitpunkt einer beendeten Eingewöhnung.

Zu Beginn der Arbeit findet sich ein kurzer Einblick in den Forschungsstand in Bezug auf still leidende Kinder. Anschließend werden, zu Beantwortung der Forschungsfrage, empirisch theoretische Grundlagen unter anderem zu Bindung und Übergänge, sowie die tiefenhermeneutische Analyse zweier leitfadengestützter Interviews mit KinderstubenpädagogInnen, dargestellt. Aus deren zusammengeführten Ergebnissen kann geschlossen werden, dass die PädagogIn im Eingewöhnungsverlauf nicht in der Lage zu sein scheint, stille Zeichen des Leides beim Kind zu erkennen. Es ist anzunehmen, dass die PädagogIn über Reflexion in der Lage ist, sich nachträglich mit den Gefühlen des still leidenden Kin-des auseinanderzusetzen und es als solches erkennen kann. Fehlendes Fachwissen bezüglich still leidender Kinder macht das Aufzeigen nach mehr Fort- und Weiterbildungen unumgänglich.

So soll der PädagogIn ermöglicht werden, zukünftig die Gefühle des Kindes verstehen und deuten zu können.

Abstract (English)

This thesis questions how a silent-suffering child is perceived by the elementary educator during the supposedly successfully completed familiarization. The focus should be on the silent-suffering child and the signs of quiet suffering, as well as the perceived time of a finished familiarization by the educator.

At the beginning of the work, a brief insight into the state of research regarding still-suffering children can be found. Subsequently, in order to answer the research question, empirical theoretical foundations, among others on bonding and transitions, as well as the deep hermeneutic analysis of two guideline-supported interviews with nursery teachers are presented. From their combined results it can be concluded that the teacher seems to be unable to discern silent signs of suffering in the child during the familiarization process. It can be assumed that the educator upon reflection is able to deal with the feelings of the still suffering child and recognizes it as such. Lack of expertise regarding still-suffering children makes it necessary for more education and training.

In this way, the educator should be enabled to better understand and interpret the feelings of the child in the future.