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Title
„Letztlich ist es trotzdem wahrscheinlich ein Spiel!“ Eine Untersuchung wie KindergartenpädagogInnen über den Themenkreis Geschlechtsidentitätsentwicklung und Trans*gender denken.
Additional Titles
„In the end, it´s probably still a game!“ A study of how elementary teachers think about gender identity development and trans*sexual issues.
AuthorZajic, Michael
Thesis advisorFürstaller, Maria
Published2018
Date of SubmissionFebruary 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Diversität / Geschlechtsidentitätsentwicklung / Gruppendiskussion / Kindergarten / Pädagogische Haltung / Sozialisation / Trans*gender
Keywords (EN)Diversity / Gender identity development / Group Discussion / Kindergarten / Appropriate educational approach / Socialization / Trans*gender
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die Geschlechtsidentitätsentwicklung von Trans*kindern, also Kindern, die mit der Zuweisung ihrer sozialen Rolle aufgrund ihres biologischen Geschlechts nicht einverstanden sind und den Wunsch verspüren, als Bub beziehungsweise als Mädchen wahrgenommen zu werden, ist als Herausforderung für den pädagogischen Alltag im Kindergarten zu sehen. In der vorliegenden Arbeit werden die wichtigsten Begriffe in der Trans*genderforschung vorgestellt, sowie ein Überblick über die Geschichte dieser Forschung gegeben. Nach der Darstellung der Entwicklung kindlicher Geschlechtsidentität, sowie den Herausforderungen für die pädagogische Praxis, wird auf die Bedeutung der Sozialisation für die Geschlechtsidentitätsentwicklung im Kontext Kindergarten eingegangen. Durch Betrachtung des Forschungsstandes wird eine erste Antwort gegeben, in welcher Weise PädagogInnen Trans*kindern Räume im Kindergartenalltag erschließen könnten, um sie bei der Entwicklung der Geschlechtsidentität angemessen zu unterstützen.

In der empirisch-qualitativen Untersuchung einer leitfadengestützten Gruppendiskussion nach Kühn und Koschel (2017) unter ElementarpädagogInnen, die mithilfe der dokumentarischen Methode nach Bohnsack (2007) und Przyborski (2004) analysiert wurde, wurde daher dezidiert nach den kollektiven Orientierungen, Meinungen, Vorstellungen und Haltungen von KindergartenpädagogInnen zum Thema Geschlechtsidentitätsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung von Trans*kindern gefragt. Dabei konnten die Ansichten und Orientierungen der PädagogInnen analysiert und erste Erkenntnisse gewonnen werden, die in der Folge durch jene des Forschungsstandes ergänzt wurden. Als Konsequenzen für das Handeln im pädagogischen Alltag konnte einerseits das in Aus- und Weiterbildung vermittelte Fachwissen um Trans*gender und auf der anderen Seite die Aneignung einer entsprechenden pädagogischen Haltung und Reflexionsbereitschaft abgeleitet werden.

Abstract (English)

The gender identity development of trans*children, i.e. children who disagree with the assignment of their social role due to their biological gender and feel the desire to be perceived as a boy or a girl, is to be seen as a challenge for the pedagogical everyday life in kindergarten. This paper defines an insight into the development of identity in childhood, provides the most important terms in transsexual research and an overview of the history of this research. After a look at the development of child gender identity, as well as the challenges for pedagogical practice, attention is drawn to the importance of socialization in gender identity development in kindergarten. By examining the research, a first answer is given as to how educators could help trans*children develop their role in day-to-day nursery practice in order to adequately support them in the development of gender identity.

In the empirical-qualitative study of a group-based discussion centered on Kühn and Koschel (2017) among elementary teachers, which was analyzed using the documentary method of Bohnsack (2007) and Przyborski (2004), the focus was on collective orientations, opinions, ideas and attitudes by pedagogues on gender identity development with special consideration of trans*children.

Analyzing the views and orientations of the educators helped to gain first insights. The recommendations made by the participants of the discussion have been supplemented by those of the research. Consequences for acting in the pedagogical everyday life were derived from the knowledge about transsexuals in education and training and from the acquisition of a corresponding pedagogical attitude and willingness to reflect.