Titelaufnahme

Titel
3D-Druck in der Zahnmedizin – Eine Literaturarbeit aus dem Blickwinkel der unterschiedlichen Spezialgebiete.
Weitere Titel
3D printing in dentistry – A narrative review from the perspective of the different dental fields.
AutorInnenNitsch, Sophie
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)3D-Druck / Zahnmedizin / Additive Fertigungsverfahren / Druckbare Materialien
Schlagwörter (EN)3D printing / dentistry / additive manufacturing / printable materials
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Einsatzmöglichkeiten von 3D-Druck in den Fachbereichen der Zahnmedizin, diskutiert die bekanntesten Fertigungstechniken des 3D-Drucks und stellt druckbare Materialien vor. Die Ansätze sind Großteils noch experimentell und die tatsächliche Anwendung von 3D-gedruckten Objekten in der Praxis findet derzeit nur in einzelnen Aspekten der Zahnmedizin statt. Die Vielzahl an bereits veröffentlichten Studien liefert allerdings vielversprechende Ergebnisse.

Einsatz findet der 3D-Druck unter anderem in der oralen Chirurgie. Beispielsweise in der Operationsplanung oder in der Herstellung von Bohrschablonen für oralchirurgische Eingriffe. Ebenso können die gedruckten Objekte als Modell für kieferorthopädische Regulierungsschienen dienen oder neuerdings auch selbst als solche eingesetzt werden. Der Vorteil der gedruckten Objekte ist die Personalisierbarkeit und Präzision. Der Druckprozess kann individuell an die anatomischen Gegebenheiten angepasst werden. Daraus entsteht eine verbesserte Passgenauigkeit der hergestellten Regulierungsschiene oder Bohrschablone. In den Fachbereichen Parodontologie und Endodontie kann der 3D-Druck in der regenerativen Zahnmedizin gebraucht werden. Hier werden dreidimensionale Gerüste mit poröser Oberfläche hergestellt, die als Träger für Moleküle, die den Regenerationsprozess fördern, dienen.

Die 3D-Druckverfahren zählen zu den additiven Fertigungsmethoden, die gegenüber den subtraktiven Techniken den Vorteil haben, dass der Materialverbrauch meist geringer ist.

In dieser Bachelorarbeit werden Stereolithographie (STL), „Fused deposition modeling“ (FDM) und Selektives Lasersintern (SLS) vorgestellt und verglichen.

Eine Forschungslücke, die sich aus der Bearbeitung der Thematik ergibt ist die Einschränkung der Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks durch die Anzahl verfügbarer Materialien. Die Druckmaterialien müssen sowohl medizinischen als auch technischen Anforderungen gerecht werden. Neue, druckbare Materialien für die Zahnmedizin zu etablieren ist von großem Interesse, da dadurch weitere Möglichkeiten entstehen.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor thesis deals with the potential applications of 3D printing in the various disciplines of dentistry, discusses the best-known manufacturing techniques of 3D printing and presents printable materials. Most approaches in this area are still experimental and the use of 3D printing is currently limited to specific fields. Nevertheless, the high numbers of published studies show promising results. In oral surgery for example 3D printing is used for surgical planning or for the fabrication of surgical drilling templates and other surgical guides. Furthermore, the printed objects may serve as molds or models for orthodontic devices. New approaches also allow 3D printing of these devices.

The advantage of the printed objects is the possibility of personalisation and the precision of the prints. This results in an improved fit accuracy. In the field of periodontics and endodontics 3D printing can be used in regenerative dentistry. Three-dimensional scaffolds with a porous surface, which serve as carriers for molecules that promote the regeneration process are produced with 3D printers.

3D printing is an additive manufacturing method that has the advantage of lower material consumption compared to subtractive techniques. This bachelor thesis provides an overview on stereolithography (SLA), fused deposition modeling (FDM) and selective laser sintering (SLS).

Further research is needed to optimize the printing systems and materials for the specific needs in dentistry. Since the materials must meet both medical and technical requirements it is difficult to discover new materials that have the desired properties. Establishing new printable materials for dentistry is of great interest as it also creates new opportunities for applications.