Titelaufnahme

Titel
Zytomorphologische Typendiagnose von Lungenkarzinomen: Übereinstimmung von vier Prüfer und Deckungsgrad mit dem Ergebnis der Immunzytochemie
Weitere Titel
Cytomorphological type diagnosis of lung carcinomas: match of four examiners and coverage with the result of immunocytochemistry
AutorInnenHochsteger, Veronika
GutachterSchalleschak, Johann ; Macho, Michaela
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Lungenkarzinom / zytologische Morphologie / Immunzytochemie / Übereinstimmung / Prüferinnen und Prüfer
Schlagwörter (EN)lung carcinoma / cytological morphology / immunocytochemistry / match / examiners
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Aufgrund der in der zytologischen Abteilung des Zentrallabor des Otto-Wagner-Spital aber auch in anderen Institute gemachten Beobachtungen, dass sich die morphologische Typenzuordnung von Lungenkarzinomen in einzelnen Fällen nicht mit dem Ergebnis der Immunzytochemie deckt, wurde die in der Arbeit beschriebene Studie durchgeführt. Diese Studie sollte die Fragestellungen „In welchem Ausmaß deckt sich die morphologische Typendiagnose von Lungenkarzinomen von vier unabhängigen Prüferinnen und Prüfern mit unterschiedlicher Erfahrung?“ und „In welchem Ausmaß stimmt das Ergebnis der morphologischen Diagnose mit jenem der Immunzytochemie überein?“ beantworten.

Zur Klärung der ersten Fragestellung wurden 100 abgeschlossene Lungenkarzinom-Fälle aus dem Jahr 2017 von vier Prüferinnen und Prüfern rebefundet. Es handelt sich dabei um eine Person mit geringer zytologischer Erfahrung und drei Personen mit langjähriger Erfahrung. Für die morphologische Diagnose standen die archivierten Ausstrichpräparate, sowie die Zuweisungen zur Verfügung. Danach wurde der Grad der Übereinstimmung der Diagnosen der vier Prüferinnen und Prüfer bestimmt und als Erweiterung der Fragestellung eine Auswertung der drei erfahrenen Prüferinnen und Prüfer angeschlossen. Zur Klärung der zweiten Fragestellung wurden die Diagnosen mit Übereinstimmung (vier von vier Prüferinnen und Prüfer) bzw. mit teilweiser Übereinstimmung (drei von vier) dem Ergebnis der Immunzytochemie gegenübergestellt.

Die Auswertung von vier Prüferinnen und Prüfern erbrachte folgendes Ergebnis: 54 von 100 der Lungenkarzinom-Fälle zeigten eine absolute Übereinstimmung, 34 von 100 zu einer überwiegenden Übereinstimmung und die übrigen 12 Fälle keine Übereinstimmung. Von den 54 übereinstimmenden Lungenkarzinom-Fällen wurden immunzytochemisch 53 bestätigt und von den 34 überwiegenden Übereinstimmungen 30. Bei der Auswertung der drei erfahrenen Prüferinnen und Prüfer ergab sich eine absolute Übereinstimmung von 68, eine überwiegende Übereinstimmung von 31 und eine Nicht-Übereinstimmung in einem Fall. Von den 68 übereinstimmenden Fälle wurden immunzytochemisch 65 bestätigt und von den 31 überwiegend übereinstimmenden Fälle 24. Bei den 12 nicht übereinstimmenden Fällen der vier Prüferinnen und Prüfer hat es aufgrund des Ergebnisses der Immunzytochemie um fünf Plattenepithelkarzinome, sechs Adenokarzinome und einem kleinzelligen Karzinom gehandelt und bei dem einen nicht übereinstimmenden Fall der drei erfahrenen Prüferinnen und Prüfer um ein Adenokarzinom.

Zusammenfassung (Englisch)

On the basis of the observations made in the cytology department of the central laboratory of the Otto Wagner Hospital, but also in other institutes, that the morphological type of lung carcinomas in individual cases does not cover with the result of immunocytochemistry, the study described in this paper was carried out. This study should answer the questions "To what extent does the morphological type diagnosis of lung carcinomas by four independent examiners with different experience match?” and "To what extent does the result of the morphological diagnosis cover with the result of immunocytochemistry?”.

To clarify the first question, 100 completed lung carcinoma cases from 2017 were re-evaluated by four examiners. One in four examiners was a person with low cytological experience and the other three examiners were people with many years of experience. The archived smear preparations and the allocation were available for the morphological diagnosis. Thereafter, the degree of agreement between the diagnoses of the four examiners was determined and an analysis of the three experienced examiners was added as an extension of the question. To clarify the second question, the diagnoses with agreement (four out of four examiners) or with partial agreement (three out of four) were compared with the result of immunocytochemistry.

The analysis of four examiners revealed the following result: 54 out of 100 lung carcinoma cases showed an absolute agreement, 34 out of 100 a partial agreement and the remaining 12 cases no agreement. Of the 54 matched lung carcinoma cases, 53 were confirmed by immunocytochemistry and of the 34 partial matches, 30 were confirmed. An analysis of the three experienced examiners revealed an absolute agreement of 68, a partial agreement of 31 and a non-agreement in one case. Of the 68 matched cases, 65 were confirmed by immunocytochemistry and of the 31 partial matched cases, 24 were confirmed. In the 12 mismatched cases of the four examiners, the result of immunocytochemistry involved five squamous cell carcinomas, six adenocarcinomas and one small cell carcinoma and the one mismatched case of the three experienced examiners involved one adenocarcinoma.