Titelaufnahme

Titel
PCBP2 und der plazentare Eisenmetabolismus: : Nachweis und Lokalisation an der Plazentaschranke unter Anwendung von Westernblot und Immunfluoreszenz
Weitere Titel
PCBP2 and the placental iron metabolism: Detection and localisation at the placental barrier with western blotting and immunofluorescence
AutorInnenRiegler, Kathrin
GutachterJäger, Silke
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Plazenta / PCBP2 / AK / Westernblot / Immunfluoreszenz
Schlagwörter (EN)placenta / PCBP2 / antibody / western blotting / immunofluorescence
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Weltweit leidet ein hoher Anteil der schwangeren Frauen an Eisenmangel. Eisen ist aber für eine optimale Entwicklung der Föten, speziell für die Gehirnentwicklung, essentiell. Bestehende Eisensupplementationstherapien in der Schwangerschaft sind derzeit suboptimal. Um einen vorliegenden Eisenmangel während der Schwangerschaft besser therapieren zu können, müssen die Mechanismen der plazentaren Eisenaufnahme und des Eisenmetabolismus besser verstanden werden. PCBP2 ist ein Eisenchaperon, das die Konzentration von ungebundenen und damit zelltoxischen Eisenmolekülen niedrig hält. Seine Expression an der humanen Plazentaschranke könnte gerade bei intravenöser Eisensupplementation, die mit einer hohen Eisenbelastung im Serum einhergeht, große Relevanz für die plazentaren Zellen haben.

Das Ziel dieser Arbeit war der erstmalige Nachweis der PCBP2 Proteinexpression in Plazentalysaten mittels Westernblotting, sowie die Lokalisation von PCBP2 in Plazentagewebe durch Immunfluoreszenzmikroskopie auf Paraffinschnitten. Die Spezifität des verwendeten anti-PCBP2 Antikörpers sollte mittels kommerzieller Positivproben im Westernblot validiert werden. Ein zusätzliches Ziel der Arbeit war die Identifizierung von Trophoblastenzelllinien mit PCBP2 Proteinexpression für zukünftige funktionelle Untersuchungen.

Mittels Immunblotting konnte ein Protein mit dem für PCBP2 erwarteten Molekulargewicht von ca. 40 kDa in allen Plazentalysaten nachgewiesen werden. Weiters konnte die Spezifität des primären Antikörpers mit den eingesetzten Kontrollen validiert werden. Die nachfolgenden Immunfluoreszenzmikroskopie Studien zeigten die Lokalisation von PCBP2 in Synzytiotrophoblasten, fötalen Endothelzellen sowie Makrophagen. In Übereinstimmung mit seinen vielfältigen Funktionen konnte PCBP2 sowohl im Zytoplasma wie auch im Zellkern der plazentaren Zellen beobachtet werden. PCBP2 Expression wurde mittels Westernblot auch in den Trophoblastenzelllinien HTR8 und BeWo c24 nachgewiesen, die sich damit als in vitro Modelle für zukünftige Studien zur Funktion von PCBP2 in der Plazenta anbieten.

Zusammenfassung (Englisch)

Around the world a high percentage of women is lacking iron. Iron is important for the fetus, especially for the brain-development. Current iron-supplementation during pregnancy is less than optimal. Therefore a better understanding of the placental iron metabolism is needed. PCBP2 is an iron chaperone, which keeps the unbound, and thus toxic iron concentration, low. Its expression in the human placental barrier could be relevant, especially in the pathway of intravenous iron supplementation, because this kind of supplementation goes along with a high volume of serum iron.

The aim of this study was to proof the expression of PCBP2 in human placental lysates with western blotting techniques. Also in the focus was the localisation of PCBP2 in placental tissue with immunofluorescence-microscopy. Therefore paraffin-embedded placental tissue was needed. The specifity of the used anti-PCBP2 antibody should be detected through commercial positive-controls, which should be used in wester blotting experiments. For future functional studies, the trophoblast-cell-line should be tested for a possible expression of PCBP2.

In western blotting experiments a protein with the expected molecular weight of PCBP2 (40 kDa) was found in all tested placental lysates. Although the specifity of the used primary antibody could be detected with applied controls. Immunofluorescence studies show, that PCBP2 is located in the syncytiotrophoblast, the fetal endothelial cells and in macrophages. According to the functions of the protein, PCBP2 has also been found in the cytoplasm and in the nucleus. Also there was a protein expression in the trophoblast-cell-line HTR8 and further in BeWo c24 cells. These cell-lines can be used in further in vitro functional studies.