Bibliographic Metadata

Title
Die steuerliche Anerkennung von konzerninternen Finanzierungen
Additional Titles
Tax recognition of intercompany financing
AuthorAschauer, Heinz
Thesis advisorSchwaiger, Martin
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Konzerninterne Finanzierung / Finanzierung / Verrechnungspreis / Verrechnungspreisdokumentation / Fremdüblichkeit / Dokumentationsinhalte / Master File / Local File / Bonitätsbewertung
Keywords (EN)Intercompany Financing / Financing / Transfer Pricing / Transfer Pricing Documentation / Arm's length / Master File / Local File / Credit Rating
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Finanzierungen zwischen verbundenen Unternehmen, insbesondere innerhalb von multinationalen Konzernen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf grenzüberschreitenden Sachverhalten.

Im ersten Abschnitt der Arbeit erfolgt eine generelle Einführung in die Gesellschafterfinanzierung von Unternehmen und eine Darstellung der Fremdfinanzierungen durch Gesellschafter, die in der Praxis üblicherweise anzutreffen sind. Außerdem wird auch dargestellt, wie sich konzerninterne Finanzierungen auf die Steuerlast von multinationalen Unternehmen auswirken können und ein Hinweis darauf gegeben, wieso diese in Betriebsprüfungen einen häufigen Angriffspunkt darstellen.

Grundsätzlich wird bei Finanzierungen zwischen verbundenen Unternehmen, wie auch bei allen anderen Arten von Verträgen zwischen nahen Angehörigen – auf die Angehörigenju-dikatur abgestellt. Da davon ausgegangen wird, dass der Interessensgegensatz bei der Vertragsgestaltung zwischen verbundenen Unternehmen nicht gewahrt ist, sind mehrere Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung gegeben. Im zweiten Abschnitt der Ar-beit werden diese Voraussetzungen sowohl aus nationaler, als auch internationaler Sicht, genauer beleuchtet. Die Anerkennung kann dann erfolgen, wenn:

- die Vereinbarung ausreichend nach außen hin zum Ausdruck kommt;

- der Inhalt der Vereinbarung klar ist;

- die Vereinbarung so getroffen wird, dass sie auch von zwei fremden Dritten in dieser Art getroffen werden würde (Fremdüblichkeit).

Ist die Vertragsgestaltung unangemessen oder fremdunüblich, ist die steuerliche Anerken-nung daher zu versagen oder es sind entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Im dritten Abschnitt der vorliegenden Arbeit, wird aufbauend auf den Voraussetzungen für die Anerkennung von Geschäftsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen ver-sucht, dies auf die Vertragsgestaltung bei konzerninternen Finanzierungen umzumünzen und die praktische Vorgehensweise bei der Festlegung eines fremdüblichen Zinssatzes bei einer konzerninternen Darlehensvergabe darzulegen. Die dargestellten Methoden umfas-sen die Festlegung anhand eines internen Preisvergleiches, eines externen Preisverglei-ches und eine Festlegung anhand der Kostenaufschlagsmethode. Da die externe Preis-vergleichsmethode in der Praxis besonders häufig anzutreffen ist, wird diese im dritten Abschnitt detailliert abgehandelt und die Analyse der Rahmenbedingungen, die Festlegung eines Bonitätsratings für den Darlehensnehmer und die Suche nach vergleichbaren Marktdaten beschrieben.

Schlussendlich werden im vierten Abschnitt der vorliegenden Arbeit die Dokumentations-pflichten, die aus österreichischer Sicht für grenzüberschreitende Sachverhalte erwach-sen, analysiert. Besonders auf das kurz vor Erstellung dieser Arbeit erschienene österrei-chische Verrechnungspreisdokumentationsgesetz und den darin enthaltenen dreistufigen Dokumentationsansatz der OECD Verrechnungspreisrichtlinien wird genauer eingegan-gen. Dabei wird dargelegt, welche Dokumentationsinhalte verpflichtend anzuführen sind und wie sich diese auf den Steuerpflichtigen auswirken.

Abstract (English)

This thesis deals with intercompany financing, especially intercompany financing of multi-national enterprises. The main focus is on cross-border issues.

The first section gives an introduction to corporate financing and an overview of practical-ly proven intercompany financing structures. Furthermore, consequences of intercompa-ny financing structures of multinational enterprises related to tax burden and profit shifting are described.

The tax recognition of intercompany loans in Austria as well as on an international basis is described in section two. The Austrian recognition is based on the so called “immediate family case law”, which states that contractual agreements are accepted from a tax point of view, if they fulfill the following requirements:

- sufficient external transparency of the agreement;

- clear content of agreement;

- the arrangement must be at arm’s length.

If the arrangement does not meet the set-out requirements, this would lead to a nonrecog-nition for tax purposes.

The third section of this thesis describes different approaches for determining an arm’s length interest rate, taking into account the requirements set out in section two. The follow-ing approaches, based on the OECD transfer pricing methods, for determining an arm’s length interest rate are set-out in the thesis:

- Internal Comparable Uncontrolled Price Method

- External Comparable Uncontrolled Price Method

- Cost Plus Method

Especially the external comparable uncontrolled price method is described in detail, as this method is frequently used in practice. Presenting the determination process, particular attention is laid on the analysis of framework conditions, the credit rating of the borrower and the search of comparable market data.

The fourth part of the thesis consists of an analysis of current Austrian documentation requirements in relation to transfer pricing issues. Special attention is paid to the imple-mentation of the Austrian Transfer Pricing Law and the three-tiered OECD documentation approach contained therein.