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Title
„Werte, die uns verbinden“? Eine kritische Analyse einer österreichischen „Integrationsmaßnahme“ für nach Österreich geflüchtete Personen
Additional Titles
"Connecting Values"? A critical analysis of an Austrian "Integration Action" for people fleeing to Austria
AuthorAltun, Ali
Thesis advisorMessinger, Irene
Published2017
Date of SubmissionMarch 2017
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Werte- und Orientierungskurse / ÖIF / BMEIA / Integration / Integrationsmaßnahme / Flüchtling / Soziale Arbeit / Werte
Keywords (EN)Values and Orientation Courses / Austrian Integration Fund / Federal Ministry for Europe / Integration and External / Affairs / Integration / Integration Action / Refugees / Social work
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Intentionen, welche hinter den Werte- und

Orientierungskursen als österreichische „Integrationsmaßnahme“ für nach Österreich geflüchtete

Personen stecken, auseinander. Diese Kurse wurden im Rahmen des „50-Punkte-Plans zur

Integration von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten in Österreich“, welche vom

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) und einem Expert*innenrat initiiert

wurden, beschlossen. Dabei sollen innerhalb von acht Stunden die „Grundwerte des

Zusammenlebens“ vermittelt werden. Zuständig für die Durchführung dieser Kurse mit dem Titel „Mein

Leben in Österreich“ ist der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF). Unabhängig vom Inhalt dieser

Kurse stellt sich die Frage, wie in acht Stunden „österreichische” Werte vermittelt werden können, was

„österreichische” Werte überhaupt sind und inwiefern Werte- und Orientierungskurse tatsächlich zur

„Integration” von nach Österreich geflüchteten Personen beitragen können.

Methodisch wurde die Datenerhebung mittels Expert*inneninterviews herangezogen. Hierbei wurden

folgende Personen befragt: eine Sozialarbeiterin einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige

Flüchtlinge in Wien, die Kultur- und Sozialanthropologin Maria Steindl sowie jeweils Mitarbeiter*innen

des BMEIA und des ÖIF. In der Datenauswertung wurde nach der Transkription auf die induktive

Kategorienbildung gestützt und in einem weiteren Schritt die kategoriebasierte Auswertung

angewendet, um in einer zusammenfassenden Diskussion der Ergebnisse mögliche Antworten auf die

zuvor gestellte Forschungsfrage zu geben.

Im letzten Kapitel wird eine Projektskizze vorgestellt, welche als alternatives Konzept zu den Werteund

Orientierungskursen als Erstorientierung für nach Österreich geflüchtete Personen betrachten

wird. Hierbei wird bestehende Kritik zu den Werte- und Orientierungskursen aufgegriffen. Dieses

Konzept wird als entlastendes und unterstützendes Tool für nach Österreich geflüchtete Personen

sowie in weiterer Folge auch für die Soziale Arbeit gesehen

Abstract (English)

The present work deals with the intentions behind the Values and Orientation Courses as Austrian

"Integration Actions" for people fleeing to Austria. These courses have been adopted within the

framework of the "50-Point Plan for the Integration of Asylum-seekers and Persons eligible for

Subsidiary Protection in Austria", initiated by the Federal Ministry for Europe, Integration and External

Affairs (BMEIA) and an expert council. The "basic values of living together" should be communicated

within eight hours. The Austrian Integration Fund (ÖIF) is responsible for conducting these courses,

entitled "My Life in Austria". Irrespective of the content of these courses, the question arises how

"Austrian" values can be conveyed in eight hours, what are "Austrian" values at all, and how value and

orientation courses can actually contribute to the "integration" of people fleeing to Austria.

Data collection was carried out by interviewing experts. The following persons were consulted: a social

worker of an accommodation for unaccompanied minor refugees in Vienna, the cultural and social

anthropologist Maria Steindl, as well as staff members of the BMEIA and the ÖIF. After the

transcription, the data analysis was based on the inductive category formation and in a further step the

categorized evaluation was used to give possible answers to the previously asked research question

in a comprehensive discussion of the results.

In the last chapter, a project sketch is presented which will serve as an alternative concept for the

Value and Orientation Courses as an initial orientation for people fleeing to Austria. Existing criticism

of the Values and Orientation Courses is taken up. This concept is seen as a relief and support tool for

people escaped to Austria, as well as for social work.