Bibliographic Metadata

Title
Raumdesinfektion und Keimabtötung durch Bedampfung mit Wasserstoffperoxid
Additional Titles
Room Disinfection and Eradication of Germs through Vapour Disposition with Hydrogen Peroxide
AuthorCzachs, Evelyn
Thesis advisorPlessl, Kerstin
Published2018
Date of SubmissionJune 2018
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Desinfektion / Krankenhaushygiene / Nocolyse-Methode / Nosokomiale Infektionen / Oberflächen / Überlebensdauer / Überlebensfähigkeit / Überlebensmechanismen
Keywords (EN)disinfection / hospital hygiene / Nocolyse method / Nosocomial infections / surfaces / Survival / Survivability / Survival mechanisms
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

In den letzten Jahren wurden vermehrt wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die darauf hinweisen, dass die Kontamination von Oberflächen im Patientenzimmer eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Krankheitserregern spielt. Es wurde nachgewiesen, dass Pathogene in der Umgebung bzw. Umwelt über Stunden bis Tage, manchmal sogar Monate, überleben können. Die Kontamination der unterschiedlichen Oberflächen in einer Gesundheitseinrichtung erfolgt mehrheitlich durch den/die PatientIn, aber auch durch das Krankenhauspersonal und BesucherInnen. Einen möglichen Vektor stellt dabei eine fehlerhafte oder unterlassene Händehygiene dar, wodurch es direkt oder auch indirekt zur Übertragung von Erregern kommen kann. Auch eine möglicherweise lückenhafte Desinfektion von Oberflächen kann ein Problem darstellen. Trotz standardisierter Abschlussdesinfektion kommt es manchmal nach Entlassung von PatientInnen mit MRE zum ungeklärten Nachweis des selben Erregers bei dem/der nachfolgenden PatientIn an der gleichen Position im Zimmer. Um diesem Problem entgegenwirken zu können, ist in dieser Studie eine Methode getestet worden, die als unterstützende Maßnahme zur Abschlussdesinfektion eines Raums in Zukunft angewendet werden soll. Dabei wurden sechs verschiedene Erregerstämme unter standardisierten Bedingungen in einem Testraum mittels der Nocolyse-Methode mit Wasserstoffperoxid bedampft und danach wurde kontrolliert, ob diese die Bedampfung überlebten.

Ergebnis: Durch die Bedampfung mittels Wasserstoffperoxid konnte die Keimzahl aller Bakterien soweit reduziert werden, dass damit das Ziel einer Desinfektion erreicht werden konnte und keine Ansteckung über Oberflächen im Patientenzimmer mehr möglich sein sollte.

Abstract (English)

Extensive accumulated evidence in the last decade suggests that contamination of surfaces in patient wards plays an important role in the transmission of pathogens. It has been shown that pathogens can survive in these environments for hours, days or sometimes even months. The contamination of different surfaces in a health care environment is mainly facilitated by the patient, hospital staff and visitors. One possible vector is insufficient hand hygiene, which can lead to the transmission of pathogens either directly or indirectly. Even a potentially incomplete disinfection of surfaces can be a problem. Despite standardized end-disinfection, patients who have been discharged with MRE sometimes have unexplained evidence of the same pathogen infecting the following patient, in the same position in the room. To counteract this problem, this study has tested a methodology that will be used in future as a supportive measure in the final room disinfection. Six different bacteria were steamed under standardized conditions in a test room by means of the Nocolyse method using hydrogen peroxide and were then checked as to whether these bacteria survived the vapour deposition.

Result: Vapour deposition by means of hydrogen peroxide reduced the count of all bacteria to such an extent that the aim of a disinfection could be achieved and no infection via surfaces in the patient room should be possible.