Titelaufnahme

Titel
Vergleich von Haarkortisolkonzentrationen bei Kühen zwischen verschiedenen Körperstellen und Zeitpunkten
Weitere Titel
Comparing hair cortisol concentrations in cattle between different body locations and dates
AutorInnenHarich, Johanna
GutachterFondi, Martina
Erschienen2018
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kühe / Enzymimmunoassay / Haarkortisol / Nicht-invasive Messung / Stress
Schlagwörter (EN)Cattle / Enzyme immunoassay / Hair cortisol / Non-invasive measurement / Stress
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Messung von Haarkortisol als potentieller Parameter um Stress bei Menschen und Tieren zu quantifizieren hat in letzter Zeit großes Interesse geweckt. Das Stresshormon Kortisol wird als Marker für Stress genutzt. Kortisol kann aus verschiedenen Probenmaterialien analysiert werden, am bekanntesten sind vermutlich Blut und Speichel. Auch die Metaboliten von Kortisol können in Urin und Stuhl gemessen werden. Allerdings müssen für die Gewinnung von Blut und Speichel invasive Methoden angewendet werden oder die Tiere müssen fixiert werden. Außerdem ist es nicht möglich Anstiege von Kortisol über einen längeren Zeitraum in Blut, Speichel oder Urin zu messen. Deshalb wurde die Messung von Haarkortisol als mögliche Alternative etabliert, um Langzeitstress zu messen. Studien, die kürzlich publiziert wurden, haben herausgefunden, dass auch Zellen in der Haut Kortisol produzieren und ausschütten können. Durch diese Erkenntnisse ist es wichtig in Studien zu investieren, die sich mit der Validierung von Haarkortisol als Maß für Langzeitstress beschäftigen. Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen ob es einen Unterschied von Haarkortisolkonzentrationen zwischen zwei verschiedenen Körperstellen gibt. Milchkühe (n=25, Schweizer Braunvieh, Fleckvieh bzw. Red Holstein x Simmental) von fünf Betrieben und zwei Holstein Friesian Kühe (n=2), die aus Irland importiert wurden, wurden in die Studie aufgenommen. Pro Kuh wurden zwei Körperstellen, die Region der Lendenwirbelsäule und die Region der Rippen, ausgewählt um Haare abzurasieren. Es wurden von April bis Oktober alle vier Wochen Haare an derselben Stelle abrasiert. Kortisol wurde aus den gesäuberten Haaren mittels Methanol extrahiert und mit einem Enzymimmunoassay quantifiziert. Zwischen Woche 12 und 16 war ein signifikanter (p=0.002) Abfall der Haarkortisolkonzentrationen zu verzeichnen. Zwischen den beiden beobachteten Körperstellen wurde kein signifikanter (p=0.455) Unterschied beobachtet. Dies lässt darauf schließen, dass an den beiden ausgewählten Körperstellen in dieser Studie keine lokale Einlagerung des Hormons Kortisol ins Haar stattfand. Daher kann angenommen werden, dass die Messung von Haarkortisolkonzentrationen eine vielversprechende Technik ist, um Langzeitstress bei Milchkühen zu messen.

Zusammenfassung (Englisch)

There is considerable interest in the potential for measuring cortisol in hair to quantify stress in humans and animals. Cortisol is used as a parameter of stress responses. Cortisol can be analyzed from different media, notable from the blood and saliva and its metabolites from urine and feces. However, the collection of blood, saliva and urine requires invasive procedures or excessive handling of animals. In addition, the capture of long-term increases in circulating concentrations of cortisol from the blood, saliva, or urine is not possible. Therefore, hair cortisol concentrations (HCC) have been suggested as a valid alternative for measuring chronic stress. In recent studies it has also been noticed that skin cells synthesize and excrete cortisol. With this emerging, it is important to further investigate in studies concerning the validation of cortisol as a parameter for long-term stress. The objective of this study is to investigate whether there is a difference in HCC between two chosen body locations. In addition, HCC was measured over a course of seven months. Milk cows (n=25, Brown Swiss, Simmental and Red Holstein x Simmental) of five farms and two Holstein Friesian cows (n=2), which were imported from Ireland, were included in the study and two body locations for clipping hair off were assigned. Hair was collected from the lumbar region and the rip region from April to October every four weeks. Cortisol was extracted with methanol from the defatted hair and measured with an enzyme immunoassay. There was no significant (p=0.455) difference in HCC between the two body locations. Between week 12 and 16 of measurement there was a significant (p=0.002) decrease of hair cortisol concentrations in general, but not in between the body locations. This indicates a disappearance or ebbing of a stressor. No significant (p=0.455) difference between the body locations indicates that in this study there was no local production of cortisol in these locations. Therefore, measuring HCC shows a promising technique for measuring long-term stress in milk cows.